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Alles über die Arbeitswelt

Der Klosterinfirmar — ein verschwundener Beruf

Der Klosterinfirmar (ca. 500–1540) — Jedes größere mittelalterliche Kloster hatte einen Infirmar — einen Mönch oder eine Nonne, zuständig für die Krankenstation, ihren Kräutergarten und ihre Sterbenden — eine der wenigen Rollen im mittelalterlichen Europa mit anerkanntem, weitergegebenem Pflegewisse

Der Klosterinfirmar existiert nicht mehr als lebendiger Beruf. Hier, was ihn ausgelöscht hat, und welcher Beruf die Arbeit übernommen hat.

ca. 500–1540

Jedes größere mittelalterliche Kloster hatte einen Infirmar — einen Mönch oder eine Nonne, zuständig für die Krankenstation, ihren Kräutergarten und ihre Sterbenden — eine der wenigen Rollen im mittelalterlichen Europa mit anerkanntem, weitergegebenem Pflegewissen. Die Auflösung der Klöster in protestantischen Ländern, in England zwischen 1536 und 1541 abgeschlossen, schaffte die Rolle ab und hinterließ ein Pflegevakuum, das drei Jahrhunderte anhielt.

Antike – 500 n. Chr.

Pflege vor dem Beruf

In der antiken Welt war die Pflege der Kranken Familien- und Haushaltsarbeit, ergänzt durch Bedienstete und versklavte Helfer; römische Legionen betrieben Militärkrankenhäuser (valetudinaria), besetzt mit männlichen Sanitätern. Das frühe Christentum änderte die Grundlage, indem es die Pflege kranker Fremder zur religiösen Pflicht machte: Diakonissen wie Phöbe von Kenchreä besuchten die kranken Armen, und die römische Adlige Fabiola, eine Anhängerin des Hieronymus, gründete um 390 n. Chr. ein kostenloses Krankenhaus in Rom und verband Berichten zufolge eigenhändig die Wunden der Patienten.

Was damals sonst passierte

651 Das Hôtel-Dieu de Paris

Bischof Landry von Paris wird traditionell die Gründung des Hôtel-Dieu neben Notre-Dame im Jahr 651 zugeschrieben. Jahrhundertelang von Augustinerinnen gepflegt, gilt es oft als das weltweit älteste durchgehend betriebene Krankenhaus, und seine Schwestern als Europas am längsten dienende Pflegebelegschaft — unbezahlt, nur innerhalb der Stationen nicht klausuriert, und lebenslang im Dienst.

Wo diese Arbeit heute lebt

Der größte Beruf im Gesundheitswesen: von Scutaris Lampe bis zum Intensivmonitor, die Person, die noch am Bett ist, wenn alle anderen längst nach Hause gegangen sind.

💉 Pflegefachkraft →

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