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Alles über die Arbeitswelt

Chiffrierbeamter — ein verschwundener Beruf

Chiffrierbeamter (ca. 1870er–1980er) — Vor dem Computerzeitalter musste jedes geheime Telegramm oder jede Depesche von eigens dafür abgestellten Beamten rund um die Uhr in den Kommunikationsräumen der Botschaften per Hand mit Codebüchern und Chiffriermaschinen ver- und entschlüsselt werden. Elektron

Chiffrierbeamter existiert nicht mehr als lebendiger Beruf. Hier, was ihn ausgelöscht hat, und welcher Beruf die Arbeit übernommen hat.

ca. 1870er–1980er

Vor dem Computerzeitalter musste jedes geheime Telegramm oder jede Depesche von eigens dafür abgestellten Beamten rund um die Uhr in den Kommunikationsräumen der Botschaften per Hand mit Codebüchern und Chiffriermaschinen ver- und entschlüsselt werden. Elektronische Verschlüsselung und später computergestützte Depeschensysteme automatisierten die Arbeit bis in die 1980er-Jahre nahezu vollständig und beseitigten damit eine Rolle, die einst zu den heikelsten Posten einer Botschaft zählte.

1648 – 1945

Außenministerien und das Gleichgewicht der Mächte

Die nach Westfalen geltende Souveränitätsgleichheit erlaubte es Staaten, nach Richelieus Vorbild dauerhafte, professionelle Außenministerien aufzubauen, die zunehmend von Berufsbeamten statt von adligen Günstlingen besetzt wurden. Der Wiener Kongress legte 1815 formelle diplomatische Ränge fest, und geheime Bündnisverträge wurden zum bestimmenden, letztlich katastrophalen Verhandlungsinstrument der Epoche — ein System, das 1914 so vollständig zusammenbrach, dass Woodrow Wilson später "offene Vereinbarungen, offen erzielt" forderte.

Was damals sonst passierte

1961 Das Wiener Übereinkommen über diplomatische Beziehungen

Das Übereinkommen kodifizierte Jahrhunderte gewohnheitsrechtlicher Praxis in verbindliches Vertragsrecht und legte die Regeln fest, denen nun fast jeder Staat folgt: die Unverletzlichkeit von Botschaften und des diplomatischen Kurierbeutels sowie die persönliche Immunität akkreditierter Diplomaten vor Verhaftung und Strafverfolgung im Einsatzland.

1978 Das Camp-David-Abkommen

US-Präsident Jimmy Carter schloss den ägyptischen Präsidenten Anwar as-Sadat und den israelischen Premierminister Menachem Begin dreizehn Tage lang zu Verhandlungen hinter verschlossenen Türen in Camp David ein und schuf so den Rahmen für den ersten Friedensvertrag zwischen Israel und einem arabischen Staat, der im folgenden Jahr unterzeichnet wurde.

Wo diese Arbeit heute lebt

Von den königlichen Boten der Antike und Venedigs residierenden Botschaftern über den Wiener Kongress bis zur UNO — noch immer wird Frieden Satz für Satz verhandelt.

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