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Alles über die Arbeitswelt

Marron (Alpenpassführer) — ein verschwundener Beruf

Marron (Alpenpassführer) (C. 1000–1810) — Spätestens seit dem 11. Jahrhundert führten organisierte Bruderschaften von Marronen Reisende über die Pässe des Großen St. Bernhard und des Mont Cenis, bahnten Spuren durch den Schnee, transportierten das Gepäck der Passagiere und führten Schlittenabfahrten

Marron (Alpenpassführer) existiert nicht mehr als lebendiger Beruf. Hier, was ihn ausgelöscht hat, und welcher Beruf die Arbeit übernommen hat.

C. 1000–1810

Spätestens seit dem 11. Jahrhundert führten organisierte Bruderschaften von Marronen Reisende über die Pässe des Großen St. Bernhard und des Mont Cenis, bahnten Spuren durch den Schnee, transportierten das Gepäck der Passagiere und führten Schlittenabfahrten auf der italienischen Seite durch. Napoleons Kutschenstraße über den Mont Cenis, die um 1810 fertiggestellt wurde, und die darauf folgenden Eisenbahnen und Tunnel machten den Handel innerhalb von zwei Generationen zunichte.

C. 1000 – 1786

Passführer, Jäger und Kristallsucher

Jahrhundertelang waren die Alpen etwas, das man überqueren und nicht erklimmen musste. Professionelle Passführer begleiteten Pilger und Händler über die großen Pässe, während in den Hochtälern Gämsenjäger und Kristallsucher die praktischen Gletscherfahrzeuge bauten – Schneebrücken lesen, Stufen schneiden, Wetter beurteilen –, anhand derer später die Führung erfolgen sollte. Die Gipfel selbst galten als nutzlos und galten allgemein als verflucht; Niemand hat dafür bezahlt, auf einem zu stehen.

Was damals sonst passierte

1786 Mont Blanc fällt in die Hände eines Kristalljägers und eines Arztes

Am 8. August 1786 erreichten der Kristalljäger Jacques Balmat und der Dorfarzt Michel-Gabriel Paccard den rund 4.806 m hohen Gipfel des Mont Blanc, beobachtet durch Teleskope von Chamonix, und beanspruchten den Preis, den de Saussure 1760 ausgelobt hatte. Der Aufstieg führte zu einem Handel: Im folgenden Jahr wurde de Saussure selbst von Balmat mit einem Team lokaler Führer und Träger geführt.

1821 Das weltweit erste Reiseführerunternehmen

Nachdem eine Lawine am Mont Blanc drei Chamonix-Führer auf der wissenschaftlichen Hamel-Expedition von 1820 getötet hatte, gründete das Tal die Compagnie des Guides de Chamonix – den weltweit ersten professionellen Führerverband mit festen Tarifen, einem Rotationssystem zur Arbeitsteilung und einem Hilfsfonds für die Witwen und Kinder der im Dienst getöteten Führer.

Wo diese Arbeit heute lebt

Der zertifizierte Profi, der Fremde die größten Berge der Welt hinauf – und vor allem wieder hinunter – führt, ein Beruf, der 1821 in Chamonix gegründet wurde.

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