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Alles über die Arbeitswelt

Locher/in — ein verschwundener Beruf

Locher/in (1930er–1980er) — Meist Frauen tippten als Locherinnen Daten und sogar Programmcode auf Lochkarten, auf Maschinen wie der IBM 026 und 029, eine Karte pro Programmzeile. Interaktive Terminals und Bildschirme erlaubten es Programmierern, Code direkt in den Computer zu tippen, und der Beruf v

Locher/in existiert nicht mehr als lebendiger Beruf. Hier, was ihn ausgelöscht hat, und welcher Beruf die Arbeit übernommen hat.

1930er–1980er

Meist Frauen tippten als Locherinnen Daten und sogar Programmcode auf Lochkarten, auf Maschinen wie der IBM 026 und 029, eine Karte pro Programmzeile. Interaktive Terminals und Bildschirme erlaubten es Programmierern, Code direkt in den Computer zu tippen, und der Beruf verschwand innerhalb einer Generation.

1950er–1960er

Großrechner und Stapelverarbeitung

Frühe Programme wurden als Stapel von Lochkarten eingereicht und oft über Nacht in Stapeln ausgeführt, sodass ein einziger Tippfehler einen Programmierer einen ganzen Tag Wartezeit kosten konnte. Mathematiker, und in großer Zahl Frauen, wechselten direkt von Handrechnungen in diese neue 'Programmierarbeit', da sie als klerikal und detailorientiert statt prestigeträchtig galt. FORTRAN (1957) und COBOL (1959) setzten sich in diesem Jahrzehnt durch, und die schiere Schwierigkeit, verlässliche große Systeme auf dieser Hardware zu bauen, bereitete die 'Softwarekrise' vor, die die nächste Ära zu benennen und zu lösen versuchen würde.

Was damals sonst passierte

1890 Holleriths Lochkarten werten eine Volkszählung aus

Herman Holleriths lochkartenbasierte Tabelliermaschinen verarbeiten die US-Volkszählung in etwa einem Jahr — Arbeit, für die die vorherige Zählung von Hand fast acht Jahre gebraucht hatte; sein Unternehmen wird später Teil von IBM.

1943–1945 Sechs Frauen programmieren den ENIAC

Kay McNulty, Jean Jennings, Betty Snyder, Marlyn Wescoff, Fran Bilas und Ruth Lichterman programmieren den zimmergroßen ENIAC an der University of Pennsylvania, indem sie physisch Schalter stellen und Kabel stecken — ohne Handbuch und ohne Programmiersprache als Anleitung.

1952 Grace Hopper stellt den ersten Compiler fertig

Hoppers A-0-System bei Remington Rand übersetzt symbolische mathematische Notation automatisch in Maschinencode und ersetzt die fehleranfällige Praxis, Unterprogrammadressen von Hand abzuschreiben — ein direkter Vorfahre jedes seitherigen Compilers.

1957 FORTRAN erscheint für den IBM 704

John Backus' Team bei IBM veröffentlicht FORTRAN nach etwa zwei Jahren Arbeit; innerhalb von zwei Jahren ist Berichten zufolge über die Hälfte allen maschinell ausgeführten Codes in den USA darin geschrieben.

Wo diese Arbeit heute lebt

Schreibt, testet und wartet den Code, der das moderne Leben antreibt — und beobachtet als einer der ersten Berufe, wie KI seine eigene tägliche Arbeit automatisiert.

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