Vor dem Transistor waren Radios, frühe Computer und Telefonverstärker alle auf Ingenieure angewiesen, die geschickt darin waren, um zerbrechliche, stromhungrige, hitzeerzeugende Vakuumröhren herum zu entwerfen. Innerhalb etwa eines Jahrzehnts nach der Bell-Labs-Demonstration von 1947 machte der Transistor das meiste dieses Spezialwissens überflüssig, und Vakuumröhrendesign überlebte größtenteils nur noch in Gitarrenverstärkern und einigen militärischen Altsystemen.
Vakuumröhren-Ingenieur/in existiert nicht mehr als lebendiger Beruf. Hier, was ihn ausgelöscht hat, und welcher Beruf die Arbeit übernommen hat.
Von Vakuumröhren über Spitzenkontakte zu planarem Silizium
Das Jahrzehnt nach Bardeens und Brattains Vorführung wurde damit verbracht, Transistoren zuverlässig und fertigbar zu machen, nicht nur möglich. Frühe Spitzenkontaktbauteile waren zerbrechlich und uneinheitlich; Shockleys Sperrschicht-Transistor und dann Gordon Teals Silizium-Version bei Texas Instruments machten die Technologie robust genug für echte Produkte, beginnend mit Hörgeräten und Taschenradios. Bis zum Ende des Jahrzehnts hatten Jack Kilby und Robert Noyce jeweils gezeigt, dass ein ganzer Schaltkreis, nicht nur ein Transistor, auf einem einzigen Halbleiterstück existieren konnte — die Idee, die alles danach möglich machte.
Was damals sonst passierte
John Bardeen und Walter Brattain demonstrieren am 16. Dezember einen funktionierenden Spitzenkontakt-Transistor; William Shockleys Sperrschicht-Transistor-Design folgt innerhalb weniger Wochen, und alle drei teilen sich später den Nobelpreis für Physik 1956.
Texas-Instruments-Chemiker Gordon Teal züchtet den ersten praktikablen Silizium-Transistor und ersetzt das bis dahin genutzte Germanium; Siliziums Fähigkeit, weit höhere Temperaturen zu vertragen, macht es zum Standardmaterial der gesamten Branche.
Jack Kilby bei Texas Instruments demonstriert im September 1958 einen funktionierenden Schaltkreis auf einem einzigen Germaniumsplitter; Robert Noyce bei Fairchild Semiconductor reicht 1959 ein konkurrierendes Patent für eine fertigbare Silizium-Version ein, was einen jahrzehntelangen Rechtsstreit um die Anerkennung auslöst.
In einem Zeitschriftenartikel für Electronics extrapoliert Moore aus nur fünf Datenpunkten, dass sich die Anzahl der Komponenten auf einem Chip etwa jedes Jahr verdoppelt — eine Prognose, die die Branche in einen sich selbst erfüllenden Fahrplan verwandelt.
Wo diese Arbeit heute lebt
Entwirft und fertigt die Transistoren in jedem Computer, Telefon und jeder Waffe — mit Maschinen, die so präzise sind, dass sie nur wenige Fabriken der Welt betreiben können.
🔌 Halbleiteringenieur/in →