Bevor das Wort 'Physiker' 1840 von William Whewell geprägt wurde, nannten sich Erforscher der physischen Welt Naturphilosophen — ein Titel, der Chemie, Biologie und die spätere Physik unter einem Dach vereinte. Mit eigenen Lehrstühlen und Zeitschriften im 19. Jahrhundert verschwand der ältere, breitere Titel.
Naturphilosoph/in existiert nicht mehr als lebendiger Beruf. Hier, was ihn ausgelöscht hat, und welcher Beruf die Arbeit übernommen hat.
Die klassische Physik reift
Die Newtonsche Mechanik erweiterte sich zu Thermodynamik, statistischer Mechanik und, durch Faradays Experimente und Maxwells Gleichungen, einer vollständigen Theorie des Elektromagnetismus. Das Wort 'Physiker' wurde erst 1840 vom englischen Universalgelehrten William Whewell geprägt, als Universitäten eigene Lehrstühle und Zeitschriften schufen.
Was damals sonst passierte
Michael Faraday zeigt, dass ein sich änderndes Magnetfeld einen elektrischen Strom induziert — das Prinzip hinter jedem seitdem gebauten Generator, Transformator und Motor.
James Clerk Maxwell veröffentlicht Gleichungen, die zeigen, dass Elektrizität und Magnetismus zwei Seiten eines Feldes sind und dass Licht selbst eine elektromagnetische Welle mit vorhersagbarer Geschwindigkeit ist.
Max Planck zeigt, dass die Strahlung eines heißen Objekts nur dann zur Beobachtung passt, wenn Energie in diskreten Paketen, Quanten, abgegeben wird — eine Annahme, die sich als real herausstellt.
Als Patentangestellter in Bern veröffentlicht Albert Einstein in einem einzigen Jahr vier Aufsätze über spezielle Relativität, den photoelektrischen Effekt und die Brownsche Bewegung und formt damit die Grundbegriffe von Raum, Zeit, Masse und Licht um.
Wo diese Arbeit heute lebt
Leitet die mathematischen Gesetze von Materie, Energie, Raum und Zeit her und prüft sie — von der einsamen Tafel bis zum Teilchenbeschleuniger-Paper mit 3.000 Autoren.
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