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Alles über die Arbeitswelt

Das medizinische Urteil des Abdeckers — ein verschwundener Beruf

Das medizinische Urteil des Abdeckers (ca. 1600er–1900er) — Abdecker sammelten krankes, sterbendes oder abgenutztes Vieh zur Schlachtung und Verwertung ein und entschieden mangels tierärztlicher Alternative effektiv, welche Tiere nicht mehr zu retten waren. Als Tierschutz- und Veterinärzulassungsrec

Das medizinische Urteil des Abdeckers existiert nicht mehr als lebendiger Beruf. Hier, was ihn ausgelöscht hat, und welcher Beruf die Arbeit übernommen hat.

ca. 1600er–1900er

Abdecker sammelten krankes, sterbendes oder abgenutztes Vieh zur Schlachtung und Verwertung ein und entschieden mangels tierärztlicher Alternative effektiv, welche Tiere nicht mehr zu retten waren. Als Tierschutz- und Veterinärzulassungsrecht im 19. und 20. Jahrhundert verschärft wurden, wurde dieses diagnostische Urteil lizenzierten Tierärzten vorbehalten, sodass dem Abdeckergewerbe nur die regulierte Kadaverentsorgung blieb.

ca. 500–1761

Das Jahrtausend der Hufschmiede

Über ein Jahrtausend lang war der Hufschmied sowohl Schmied als auch Arzt für das Pferd, behandelte Lahmheit, Kolik und Wunden durch ein Lehrlingssystem statt formales Studium, neben umherziehenden „Kuhblutegeln“, die Rinder und Schafe mit Volksheilmitteln behandelten. Es gab keine wissenschaftliche Institution, die prüfte, ob irgendetwas davon wirkte, und die Behandlungsqualität hing vollständig vom Ruf des einzelnen Handwerkers ab.

Was damals sonst passierte

ca. 1900 v. Chr. Der Kahun-Tierärztliche-Papyrus wird geschrieben

Ein ägyptischer Priesterheiler zeichnet den weltweit ältesten bekannten tierärztlichen Text auf und beschreibt Augenkrankheiten und Darmwürmer bei Rindern jeweils mit Name, Symptomen, Prognose und Behandlung.

1761 Bourgelat eröffnet die weltweit erste Tierärztliche Hochschule

Claude Bourgelat gründet die königliche Tierärztliche Schule in Lyon im Auftrag Ludwigs XV., getrieben von der Notwendigkeit, die Rinderpest wissenschaftlich zu bekämpfen statt Viehkrankheiten als Volksweisheit der Hufschmiede zu behandeln.

1791 London eröffnet eine tierärztliche Hochschule

Das Veterinary College, London — später das Royal Veterinary College — eröffnet und wird zur größten und am längsten bestehenden Tierärztlichen Hochschule der englischsprachigen Welt.

1865 Rinderpest schafft Großbritanniens staatlichen Veterinärdienst

Nachdem Tierarzt J. B. Simonds Rinderpest bei Londoner Rindern diagnostiziert, verabschiedet das Parlament den Cattle Diseases Prevention Act und schafft ein State Veterinary Department, eine frühe Vorlage für staatliche Tiergesundheitsbehörden.

Wo diese Arbeit heute lebt

Behandelt Patienten vom Goldfisch bis zum Pferd, die kein Symptom beschreiben können, und trägt die gesetzliche Befugnis, ihr Leiden durch Euthanasie zu beenden.

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