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Alles über die Arbeitswelt

Der Pferdeblutegel (horse-leech) — ein verschwundener Beruf

Der Pferdeblutegel (horse-leech) (ca. 1493–1948) — „Leech“ ist Altenglisch für Heiler, und der horse-leech war der untrainierte, durch Lehre ausgebildete Arzt vorwissenschaftlicher englischer Pferde, der Lahmheit und Kolik mit Aderlass und Volksheilmitteln behandelte. Londons Tierärztliche Hochschul

Der Pferdeblutegel (horse-leech) existiert nicht mehr als lebendiger Beruf. Hier, was ihn ausgelöscht hat, und welcher Beruf die Arbeit übernommen hat.

ca. 1493–1948

„Leech“ ist Altenglisch für Heiler, und der horse-leech war der untrainierte, durch Lehre ausgebildete Arzt vorwissenschaftlicher englischer Pferde, der Lahmheit und Kolik mit Aderlass und Volksheilmitteln behandelte. Londons Tierärztliche Hochschule (1791) und die Charta des Royal College von 1844 schützten den Titel „veterinary surgeon“, doch die Laienpraxis selbst blieb legal, bis der Veterinary Surgeons Act 1948 die Tierbehandlung endlich registrierten Tierärzten vorbehielt.

ca. 500–1761

Das Jahrtausend der Hufschmiede

Über ein Jahrtausend lang war der Hufschmied sowohl Schmied als auch Arzt für das Pferd, behandelte Lahmheit, Kolik und Wunden durch ein Lehrlingssystem statt formales Studium, neben umherziehenden „Kuhblutegeln“, die Rinder und Schafe mit Volksheilmitteln behandelten. Es gab keine wissenschaftliche Institution, die prüfte, ob irgendetwas davon wirkte, und die Behandlungsqualität hing vollständig vom Ruf des einzelnen Handwerkers ab.

Was damals sonst passierte

ca. 1900 v. Chr. Der Kahun-Tierärztliche-Papyrus wird geschrieben

Ein ägyptischer Priesterheiler zeichnet den weltweit ältesten bekannten tierärztlichen Text auf und beschreibt Augenkrankheiten und Darmwürmer bei Rindern jeweils mit Name, Symptomen, Prognose und Behandlung.

1761 Bourgelat eröffnet die weltweit erste Tierärztliche Hochschule

Claude Bourgelat gründet die königliche Tierärztliche Schule in Lyon im Auftrag Ludwigs XV., getrieben von der Notwendigkeit, die Rinderpest wissenschaftlich zu bekämpfen statt Viehkrankheiten als Volksweisheit der Hufschmiede zu behandeln.

1791 London eröffnet eine tierärztliche Hochschule

Das Veterinary College, London — später das Royal Veterinary College — eröffnet und wird zur größten und am längsten bestehenden Tierärztlichen Hochschule der englischsprachigen Welt.

1865 Rinderpest schafft Großbritanniens staatlichen Veterinärdienst

Nachdem Tierarzt J. B. Simonds Rinderpest bei Londoner Rindern diagnostiziert, verabschiedet das Parlament den Cattle Diseases Prevention Act und schafft ein State Veterinary Department, eine frühe Vorlage für staatliche Tiergesundheitsbehörden.

Wo diese Arbeit heute lebt

Behandelt Patienten vom Goldfisch bis zum Pferd, die kein Symptom beschreiben können, und trägt die gesetzliche Befugnis, ihr Leiden durch Euthanasie zu beenden.

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