In den Buchenwäldern von Englands Chiltern Hills lebten und arbeiteten bodgers zwischen den Bäumen, drechselten Stuhlbeine auf fußbetriebenen Stangendrehbänken und verkauften sie im Dutzend an die Stuhlfabriken von High Wycombe. Fabrikdrechseln tötete das Gewerbe im 20. Jahrhundert; Samuel Rockall, gemeinhin als letzter traditioneller bodger gezählt, arbeitete in seiner Waldwerkstatt bis zu seinem Tod 1962 weiter.
Stuhlbein-Drechsler (bodger) existiert nicht mehr als lebendiger Beruf. Hier, was ihn ausgelöscht hat, und welcher Beruf die Arbeit übernommen hat.
Druck, Präzision und die große Spaltung
Gedruckte Handbücher wie Moxons Mechanick Exercises (1678) und Musterbücher wie Chippendales Director (1754) verbreiteten Wissen, das Zünfte einst hüteten, während sich das Gewerbe spaltete: Londons Tischler erhielten 1571 eine eigene Charta, Möbeltischler warben um die Wohlhabenden, und Schiffszimmerer bauten die komplexesten Maschinen der Ära — die HMS Victory verbrauchte rund sechstausend Bäume.
Was damals sonst passierte
Der Londoner Drucker Joseph Moxon begann, Mechanick Exercises in monatlichen Teilen herauszugeben — das erste englischsprachige Handbuch, das Zimmerei- und Tischlertechnik in gedruckter Form beschrieb. Bis dahin gaben die Gewerke Wissen nur durch Vorführung weiter, bewacht innerhalb der Zunftwerkstätten.
St. Mary's Church in Chicago entstand mit leichten, maschinengesägten Ständern und billigen maschinell hergestellten Nägeln statt schweren gezapften Balken — eine Methode, von der Skeptiker sagten, sie würde wie ein Ballon davonfliegen. Sie ließ zwei Männer tun, wofür es eine Aufrichtmannschaft gebraucht hatte, und baute den amerikanischen Westen.
Der New-Orleans-Erfinder Edmond Michel patentierte eine handgehaltene elektrische Kreissäge, kommerzialisiert durch die Firma, die zu Skilsaw wurde. Innerhalb einer Generation war das Handsägen von Bauholz vor Ort im Wesentlichen beendet — der größte Produktivitätssprung in der modernen Geschichte des Gewerbes.
Der Florida-Bauunternehmer A. Carroll Sanford entwickelte die gezahnte Stahlverbinderplatte hinter dem Gang-Nail-Dachbinder und verlagerte Dachrahmenbau von qualifizierter Baustellenarbeit in Fabriken. Heute kommt die überwältigende Mehrheit neuer amerikanischer und australischer Hausdächer als vorgefertigte Binder auf einem Lastwagen an.
Wo diese Arbeit heute lebt
Der Baumeister in Holz — ein Handwerk älter als Homo sapiens, das von Naras uralten Tempeln bis zu Norwegens Holztürmen noch immer zweimal misst und einmal schneidet.
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