Warum dieser Platz
Die tschechische Lokomotive lief mit einem grimassierenden, kopfschlingernden Stil, der gequält aussah und sich als unschlagbar erwies. Sein Meisterstück gelang bei Olympia 1952 in Helsinki, wo er 5000 m, 10.000 m und — beinahe aus einer Laune heraus zu seinem allerersten Marathon antretend — auch den Marathon gewann, ein Dreifachsieg bei einer einzigen Olympiade, der sich mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nie wiederholen wird. Insgesamt gewann er vier olympische Goldmedaillen und eine Silbermedaille und stellte 18 Weltrekorde auf Distanzen von 5000 m bis 30 Kilometern auf. Zátopek führte brutales Intervalltraining ein, lief hunderte 400-m-Wiederholungen in Armeestiefeln — Methoden, die bis heute dem Langstreckentraining zugrunde liegen. Er verkörperte auch das Gewissen des Sports und wurde später wegen seiner Unterstützung des Prager Frühlings 1968 degradiert und bestraft. In puncto schierer Bandbreite innerhalb des Langstreckenlaufs — Bahngeschwindigkeit gepaart mit Marathon-Ausdauer binnen derselben zwei Wochen — hat niemand je seinen Helsinki-Zeitraum erreicht.
Karriereprofil
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