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🏃Paavo Nurmi vs Emil Zátopek

Direktvergleich · Leichtathletik

Paavo Nurmi
#3

Paavo Nurmi

Finnland · 1920–1932

VS
Emil Zátopek
#5

Emil Zátopek

Tschechoslowakei · 1948–1957

Zahl für Zahl

9 Olympische Goldmedaillen 4
12 Olympische Medaillen gesamt 5
22 Aufgestellte Weltrekorde 18

Die Balken sind auf den Führenden dieser Liste skaliert.

Das Urteil

Paavo Nurmi führt in 3 von 3 Kategorien. Unser Allzeit-Ranking führt Paavo Nurmi auf Platz 3 und Emil Zátopek auf Platz 5.

Das Plädoyer für Paavo Nurmi

Der fliegende Finne prägte den Langstreckenlauf einer ganzen Generation. Zwischen 1920 und 1928 gewann Nurmi neun olympische Goldmedaillen und drei Silbermedaillen — zwölf insgesamt, bis heute die meisten, die je ein Leichtathlet bei Olympischen Spielen gewonnen hat — über Distanzen von 1500 m bis 10.000 m sowie im Cross Country. Bei Olympia 1924 in Paris gewann er fünf Goldmedaillen, darunter die Finals über 1500 m und 5000 m im Abstand von kaum einer Stunde, wobei er beide mit einer Stoppuhr in der Hand lief, um exaktes Tempo zu halten. Über seine Karriere hinweg stellte er 22 offizielle Weltrekorde auf Distanzen von 1500 m bis 20 Kilometern auf. Nurmi lief mit einem metronomisch gleichmäßigen Stil, der in einer Zeit unregelmäßigen Rennverhaltens revolutionär war, und seine Beherrschung des Tempos erfand die moderne Renneinteilung praktisch neu. Der finnische Staat baute seine sportliche Identität um ihn herum auf, und das Feuer bei Olympia 1952 in Helsinki wurde von Nurmi selbst entzündet — der erste echte internationale Superstar des Sports.

Das Plädoyer für Emil Zátopek

Die tschechische Lokomotive lief mit einem grimassierenden, kopfschlingernden Stil, der gequält aussah und sich als unschlagbar erwies. Sein Meisterstück gelang bei Olympia 1952 in Helsinki, wo er 5000 m, 10.000 m und — beinahe aus einer Laune heraus zu seinem allerersten Marathon antretend — auch den Marathon gewann, ein Dreifachsieg bei einer einzigen Olympiade, der sich mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nie wiederholen wird. Insgesamt gewann er vier olympische Goldmedaillen und eine Silbermedaille und stellte 18 Weltrekorde auf Distanzen von 5000 m bis 30 Kilometern auf. Zátopek führte brutales Intervalltraining ein, lief hunderte 400-m-Wiederholungen in Armeestiefeln — Methoden, die bis heute dem Langstreckentraining zugrunde liegen. Er verkörperte auch das Gewissen des Sports und wurde später wegen seiner Unterstützung des Prager Frühlings 1968 degradiert und bestraft. In puncto schierer Bandbreite innerhalb des Langstreckenlaufs — Bahngeschwindigkeit gepaart mit Marathon-Ausdauer binnen derselben zwei Wochen — hat niemand je seinen Helsinki-Zeitraum erreicht.

Weitere Duelle

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