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🏃Carl Lewis vs Emil Zátopek

Direktvergleich · Leichtathletik

Carl Lewis
#2

Carl Lewis

USA · 1979–1996

VS
Emil Zátopek
#5

Emil Zátopek

Tschechoslowakei · 1948–1957

Zahl für Zahl

9 Olympische Goldmedaillen 4
10 Olympische Medaillen gesamt 5

Die Balken sind auf den Führenden dieser Liste skaliert.

Das Urteil

Carl Lewis führt in 2 von 2 Kategorien. Unser Allzeit-Ranking führt Carl Lewis auf Platz 2 und Emil Zátopek auf Platz 5.

Das Plädoyer für Carl Lewis

Vom IOC zum Sportler des Jahrhunderts gewählt, verband Lewis Sprint und Sprung wie niemand zuvor oder danach. Er gewann von 1984 bis 1996 über vier Olympische Spiele neun Goldmedaillen, darunter den Weitsprung bei allen vier — eine zwölfjährige Herrschaft in einer einzigen Disziplin — sowie 100 m, 200 m und die Sprintstaffeln. Seine Weitsprung-Dominanz war fast absurd: Er blieb in der Disziplin ein Jahrzehnt lang ungeschlagen und gewann zwischen 1981 und 1991 65 Wettkämpfe in Folge, bevor Mike Powell ihn schließlich mit einem Weltrekord bezwang. Er fügte acht WM-Goldmedaillen und 1991 einen 100-m-Weltrekord von 9,86 hinzu. Der Kritikpunkt an Lewis ist, dass viele seiner Sprinttitel in einer dopingverseuchten Ära errungen wurden und er nie selbst den Weitsprung-Weltrekord brach, doch seine Kombination aus Bandbreite, Langlebigkeit und Meisterschaftstemperament — er verlor selten, wenn eine Medaille auf dem Spiel stand — bringt ihn auf fast jeder ernstzunehmenden Liste auf Platz zwei.

Das Plädoyer für Emil Zátopek

Die tschechische Lokomotive lief mit einem grimassierenden, kopfschlingernden Stil, der gequält aussah und sich als unschlagbar erwies. Sein Meisterstück gelang bei Olympia 1952 in Helsinki, wo er 5000 m, 10.000 m und — beinahe aus einer Laune heraus zu seinem allerersten Marathon antretend — auch den Marathon gewann, ein Dreifachsieg bei einer einzigen Olympiade, der sich mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nie wiederholen wird. Insgesamt gewann er vier olympische Goldmedaillen und eine Silbermedaille und stellte 18 Weltrekorde auf Distanzen von 5000 m bis 30 Kilometern auf. Zátopek führte brutales Intervalltraining ein, lief hunderte 400-m-Wiederholungen in Armeestiefeln — Methoden, die bis heute dem Langstreckentraining zugrunde liegen. Er verkörperte auch das Gewissen des Sports und wurde später wegen seiner Unterstützung des Prager Frühlings 1968 degradiert und bestraft. In puncto schierer Bandbreite innerhalb des Langstreckenlaufs — Bahngeschwindigkeit gepaart mit Marathon-Ausdauer binnen derselben zwei Wochen — hat niemand je seinen Helsinki-Zeitraum erreicht.

Weitere Duelle

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