Buch1871
Klettertouren zwischen den Alpen
Edward Whymper
Whympers Bericht über seine Alpenkampagnen, illustriert mit seinen eigenen Stichen, endet mit der Matterhorn-Katastrophe, bei der sein Führer Michel Croz ums Leben kam. Sein abschließender Rat an Kletterer – nichts in Eile tun, auf jeden Schritt gut achten – wurde zur meistzitierten Passage in der Bergsteigerliteratur und festigte die Bindung zwischen Bergführer und Klient in der viktorianischen Vorstellung.
Film1929
Die Weiße Hölle von Pitz Palu
Arnold Fanck & G. W. Pabst
Das Meisterwerk des deutschen Bergfilm-Genres wurde auf echten Engadiner Gletschern mit echten Lawinen und den Stars Leni Riefenstahl unter Bergsteigern gedreht, die auf einer Eiswand auf Rettung warten. Es etablierte den Bergretter als filmischen Heldentyp und machte die alpine Gefahr zum Thema für ein Massenpublikum.
Buch1954
Sternenlicht und Sturm
Gaston Rébuffat
Der Bericht eines Chamonix-Führers über die Besteigung der sechs großen Nordwände der Alpen, geschrieben mit einer lyrischen Stimme, die den Führer als Künstler und Philosophen und nicht als Lohnarbeiter darstellt. Rébuffat, ein Außenseiter aus Marseille, der in die Compagnie des Guides aufgenommen wurde, war 1950 mit der französischen Expedition ebenfalls an den Hängen der Annapurna.
Film1956
Der Berg
Edward Dmytryk
Spencer Tracy spielt einen alternden Reiseführer aus der Gegend von Chamonix, der hoch oben auf einem Gletscher zum Wrack eines Verkehrsflugzeugs klettert – eine Geschichte nach Henri Troyats Roman, der vom echten Air India-Absturz am Mont Blanc im Jahr 1950 inspiriert wurde, und einer der frühesten Versuche Hollywoods, die Ethik des Reiseführers in den Mittelpunkt eines Dramas zu stellen.
Film2015
Everest
Baltasar Kormákur
Eine Dramatisierung der Katastrophe von 1996 mit Jason Clarke als neuseeländischem Reiseführer Rob Hall, die sich mit der unmöglichen Arithmetik kommerzieller Reiseführer in der Todeszone beschäftigt: Ein Reiseführer, der bei einem betroffenen Kunden auf 8.700 m übernachtet, kann keinen von beiden retten. Es brachte einem weltweiten Kinopublikum das schwierigste Dilemma des Berufsstandes nahe.
Dokumentarfilm2015
Sherpa
Jennifer Peedom
Ein australisches Team machte sich daran, eine Everest-Saison aus der Sicht der Sherpas zu filmen und zeichnete stattdessen die Eislawine von 2014 auf, bei der 16 nepalesische Arbeiter ums Leben kamen, und den darauf folgenden Streik. Der Film hat das weltweite Bild davon neu formuliert, wer auf dem höchsten Berg tatsächlich das Risiko trägt – und die Führung übernimmt.