Wettkampfkultur teilt sich: der Vereinsfruehsatz, das Masters-Meeting, und die Olympia-Nacht. Sie teilen Wasser und fast kein Vokabular.
US-Highschool- und NCAA-Schwimmen ist ein eigener Medienkomplex, der in DE/AT/CH so nicht existiert — hier ist der DSV-Verein die Pipeline.
Gemeinschaften
- DSV-Vereine und Masters — Das DE/AT/CH-Alltagsnetz; Training und Bezirksmeisterschaft.
- Highschool- und NCAA-Schwimmen (US) — Eine eigene Pipeline mit Dual Meets, Cuts und Stipendien.
- Nationalkader — Klein, teuer, sichtbar alle vier Jahre.
- Kampfrichter und Zeitnehmer — Die unsichtbare Community die DQs schreibt.
Rituale
- Einschwimm-Chaos — Die letzten 20 Minuten vor dem Start: voll, laut, kodiert.
- Kappe und Abduschen — In vielen ostasiatischen Hallen Hygiene als Ritual; in DE oft Hausregel.
- Techsuit-Anziehen hinter dem Block — Eine eigene, unbequeme Theaterform.
Figuren
- Mark Spitz (US) — Muenchen 1972 — sieben Goldene, Broadcast-Gedächtnis.
- Kristin Otto / Franziska van Almsick — DE-Broadcast-Namen einer Hallengeneration.
- Katie Ledecky / Adam Peaty — Distanz und Brust als moderne oeffentliche Gesichter.
- Vereinstrainer in der 25-m-Halle — Die Wochenkarte.
Darstellungen
- Olympia-Uebertragungen — Der Massentext.
- Prime / The Last Gold / Meet-Dokumentationen — Stoffskandal und Trials als Erzaehlung.
- Protokollhefte und Ergebnislisten — Die bessere Literatur.
- Energie-Schlagzeilen zu Hallenschliessungen — Die Gegenwart unter der Broschuere.
Kultur sollte wie ein Vereinskalender und eine DQ klingen. Sie klingt zu oft wie eine Olympia-Nacht.