Markenmanagement entsteht bei P&G
McElroys Memo von 1931 setzt sich schnell durch: Innerhalb einer Generation verfolgen Dutzende 'Markenmänner' je ein Produkt.
Produktmanager/in · Entscheidet, was ein Unternehmen als Nächstes bauen soll und warum — verwandelt Kundenbedürfnisse, Unternehmensziele und technische Grenzen in einen gemeinsamen Plan, den sonst niemand vollständig besitzt.
Produktmanagement ist ein wirklich junger Beruf mit einer fast hundert Jahre alten Geschäftsidee. Procter & Gamble begann 1931, einer einzelnen Führungskraft den gesamten Erfolg einer Marke zu übertragen, Jahrzehnte bevor überhaupt Software zum Verwalten existierte, und die Techbranche übernahm und formte den Titel erst ab den 1980ern um.
Die Geschichte führt über einen P&G-Memo-Schreiber, der später das Pentagon leitete, einen Sony-Vorsitzenden, der seine eigene Marktforschung überstimmte, eine Silicon-Valley-Führungskraft, deren interne Tirade über schlechte Produktmanager noch heute Pflichtlektüre ist, und ein Harvard-Business-Review-Paper über Rugby, das Softwareteams das Wort 'Sprint' gab.
Neil McElroy, ein 27-jähriger Markenwerbemanager bei Procter & Gamble, schreibt ein dreiseitiges internes Memo, das vorschlägt, jedem Produkt — etwa der Seife Camay — einen einzelnen 'Markenmann' zuzuweisen, der dessen Verkäufe verfolgt, das Werbebudget kontrolliert und für die Ergebnisse verantwortlich ist, als führe er ein unabhängiges Geschäft, das gegen P&Gs eigene andere Marken konkurriert. Das Memo wird zum Gründungsdokument des Markenmanagements.
McElroys dreiseitiges Memo schlägt vor, jedem Procter-&-Gamble-Produkt einen verantwortlichen Besitzer zuzuweisen — das Gründungsdokument des Markenmanagements.
Toyota beginnt, einem einzelnen 'Shusa', dem Chefingenieur, volle Autorität über die gesamte Entwicklung eines Fahrzeugs zu übertragen.
Hirotaka Takeuchi und Ikujiro Nonaka veröffentlichen 'The New New Product Development Game' in der Harvard Business Review.
Jeff Sutherland und Ken Schwaber präsentieren das Scrum-Framework erstmals öffentlich auf der OOPSLA-Konferenz.
Als Produktleiter bei Netscape schreibt Horowitz ein internes Memo, das zu einem der meistgelesenen Texte des Feldes wird.
Siebzehn Softwareentwickler formalisieren eine Reaktion gegen schwere, dokumentengetriebene Planung.
Google stellt erstmals Hochschulabsolventen direkt in eine zweijährige rotierende Produktrolle ein.
Produktmanagerin Susan Wojcicki gehört zu denen, die die Übernahme vorantreiben.
Nach Führungsrollen bei HP, Netscape und eBay gründet Cagan SVPG und veröffentlicht 'Inspired'.
Ries formalisiert das minimal überlebensfähige Produkt und den Build-Measure-Learn-Zyklus.
McElroys Memo von 1931 setzt sich schnell durch: Innerhalb einer Generation verfolgen Dutzende 'Markenmänner' je ein Produkt.
Während sich P&Gs Idee langsam verbreitet, entwickelt Toyota sein eigenes Modell für physische Produkte: einen 'Chefingenieur' mit Autorität über die gesamte Fahrzeugentwicklung.
Elektronik- und frühe Computerfirmen übernehmen den Titel 'Produktmanager' für Führungskräfte zwischen Ingenieurwesen und Vertrieb.
Scrums Debüt 1995, das Agile Manifest 2001 und Horowitz' Netscape-Memo geben Softwareproduktmanagement seine erste echte Berufsidentität.
Cagans Silicon Valley Product Group und Ries' Lean-Startup-Bewegung treiben die Disziplin zu schneller Experimentierung.
Verwandte Berufe, die nicht mehr existieren — aufgegangen, automatisiert oder wegreguliert.
Neil McElroys ursprünglicher Titel verbreitete sich unter diesem genauen Namen nie weit. Bis in die 1950er spaltete er sich in 'Markenmanager' und 'Produktmanager'.
In der Wasserfall-Ära verbrachte ein Systemanalytiker Monate mit Stakeholder-Interviews und einem langen Anforderungsdokument. Agile und Scrum lösten diese Übergabe auf.
Wachsende Hardware- und Halbleiterfirmen stellten einst Ingenieure ein, die gleichzeitig das öffentliche Gesicht einer Produktlinie waren.
Jede Aufspaltung dieser Geschichte folgt demselben Muster: Eine Rolle wird für eine Person zu groß, oder eine neue Arbeitsweise macht eine alte Übergabe überflüssig, und der Job spaltet sich still auf oder wird umbenannt.
Die Menschen, die dieses Profil jetzt lesen, erben einen Titel mitten in dieser Aufspaltung: 'Produktmanager' bei einem Fünf-Personen-Startup und 'Produktmanager' bei einer Bank mit Compliance-Team ähneln sich kaum.
Die nächsten Nachbarn im Sechs-Werte-Profil — nicht nur im selben Feld.
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KI-resistent 69 📣Die Person, die Nachfrage schafft — von Pompejis bemalten Wänden und P&Gs Markenmann-Memo von 1931 bis zu den auktionsgetriebenen Feeds des digitalen Zeitalters.
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