Jansher Khan
Michelle Martin
Zahl für Zahl
Die Balken sind auf den Führenden dieser Liste skaliert.
Das Urteil
Jansher Khan führt in 2 von 4 Kategorien. Unser Allzeit-Ranking führt Jansher Khan auf Platz 3 und Michelle Martin auf Platz 10.
Das Plädoyer für Jansher Khan
Der erfolgreichste Spieler der Herren-Weltmeisterschaftsgeschichte, mit acht Titeln zwischen 1987 und 1996 – einem mehr als Jahangir – dazu sechs aufeinanderfolgende British Opens von 1992 bis 1997, macht vierzehn Majors. Er sammelte zudem die höchste Zahl an Profitour-Titeln im Herrenspiel überhaupt, vielfach mit 99 beziffert. Trotz des Namens nicht mit der Khan-Dynastie aus Nawakille verwandt, verlor er seine ersten sechs Begegnungen gegen Jahangir und baute sein Spiel dann um Ballbeschaffung und Geduld herum um, bis er die Rivalität umgedreht hatte; über 37 Karrierebegegnungen hinweg beendeten die beiden fast gleichauf. Sein Stil war der reinste Ausdruck von Squash als Zermürbungskampf: außergewöhnliche Courtabdeckung, minimales Risiko und die Bereitschaft, Ballwechsel laufen zu lassen, bis der Gegner zerbrach. Verletzungen und die Anforderungen dieser Methode verkürzten seine Bestzeit, doch zwischen 1992 und 1996 war er praktisch unschlagbar und beendete Pakistans vierzigjährigen Griff auf den Sport.
Das Plädoyer für Michelle Martin
Die erfolgreichste Angehörige der bemerkenswertesten Familie im Squash. Martin gewann 1993, 1994 und 1995 drei aufeinanderfolgende World Opens sowie von 1993 bis 1998 sechs aufeinanderfolgende British Opens, neun Majors in sechs Jahren nahezu totaler Kontrolle über das Damenspiel zwischen der Devoy- und der Fitz-Gerald-Ära. Ihre Brüder waren beide Weltklasse-Profis: Rodney Martin gewann 1991 den World Open in Adelaide, indem er im Halbfinale Jahangir Khan und im Finale Jansher Khan schlug – der einzige Mann, der beide auf ihrem Höhepunkt in einem einzigen Turnier bezwang –, während Brett Martin ebenfalls die Weltspitzenfünf erreichte. Michelles Spiel war orthodox, kraftvoll und unerbittlich präzise, gebaut auf australischer Trainingsorthodoxie aus harter Länge und frühem Volleyspiel, und sie führte Australien zu wiederholten Erfolgen bei den World Team Championships. Sie ist ein seltener Fall einer Spielerin, deren Höhepunkt total war, deren Ruf aber einfach verblasste, weil er zwischen zwei berühmteren Epochen lag.