Jahangir Khan
Heather McKay
Zahl für Zahl
Die Balken sind auf den Führenden dieser Liste skaliert.
Das Urteil
Heather McKay führt in 4 von 5 Kategorien. Unser Allzeit-Ranking führt Jahangir Khan auf Platz 1 und Heather McKay auf Platz 2.
Das Plädoyer für Jahangir Khan
Inhaber der längsten Siegesserie im Profisport: 555 aufeinanderfolgende Matches ungeschlagen über fünf Jahre und acht Monate, von einer British-Open-Finalniederlage gegen Geoff Hunt im November 1981 bis Ross Norman ihn im World-Open-Finale 1986 in Toulouse schlug. Er hatte bereits mit 15 den Amateur-Weltmeistertitel gewonnen und mit 17 im Jahr 1981 den World Open, bis heute jüngster Herren-Weltmeister. Er beendete seine Karriere mit sechs World Opens und zehn aufeinanderfolgenden British Opens von 1982 bis 1991, sechzehn Majors insgesamt, aufgebaut auf einem so präzisen Längenspiel und einer so tiefen Kondition, dass Gegner Begegnungen gegen ihn eher als Verhör denn als Match beschrieben. Sein Sieg 1983 über Gamal Awad dauerte 2 Stunden 46 Minuten, das längste registrierte Wettkampfmatch im Squash. Sohn des großen Roshan Khan und Neffe von Hashim, diente er später als Präsident der World Squash Federation. Niemand sonst im Squash verbindet diesen Höhepunkt mit dieser Dauer.
Das Plädoyer für Heather McKay
Die vollständigste Dominanz in der Geschichte jeder Rückschlagsportart. McKay verlor in ihrer gesamten Karriere genau zwei Wettkampfmatches, beide 1962, und wurde danach nie wieder besiegt – eine Serie von rund neunzehn ungeschlagenen Jahren. Sie gewann von 1962 bis 1977 sechzehn aufeinanderfolgende British Opens, als der British Open dem Namen nach mehr als der Weltmeisterschaft des Sports war, und gewann dann die ersten beiden Damen-World-Opens 1976 und 1979, was ihr achtzehn Major-Titel einbrachte. Sie gewann zudem vierzehnmal die australische Meisterschaft. Ihre Überlegenheit war so absolut, dass Zeitgenossen sich schwertaten, ihre Schwächen zu benennen, und nach ihrem Rücktritt wechselte sie die Sportart und gewann auch die Damen-Weltmeisterschaft im Racquetball. Das Standardargument gegen sie ist die Feldtiefe: Damen-Squash war in den 1960er-Jahren kleiner und weniger professionell als das Herrenspiel. Die Standardantwort lautet, dass sie zwei Jahrzehnte lang gegen niemanden verlor, egal in welcher Disziplin.