Raymond van Barneveld
Peter Wright
Zahl für Zahl
Die Balken sind auf den Führenden dieser Liste skaliert.
Das Urteil
Raymond van Barneveld führt in 3 von 4 Kategorien. Unser Allzeit-Ranking führt Raymond van Barneveld auf Platz 4 und Peter Wright auf Platz 10.
Das Plädoyer für Raymond van Barneveld
Der Mann, der Dart in einem Land zum Mainstream-Sport machte, das es kaum gespielt hatte. Der ehemalige Postbote aus Den Haag gewann vier BDO-Weltmeistertitel 1998, 1999, 2003 und 2005, wechselte 2006 zur PDC und gewann das WM-Finale 2007 gegen Phil Taylor 7:6 in einem Sudden-Death-Leg im Circus Tavern – ein bis heute regelmäßig zum besten Match aller Zeiten gewähltes Spiel, in dem er einen Rückstand von 0:3 in Sets aufholte. Fünf Weltmeistertitel aus sechs Finals stellen ihn auf eine Stufe mit Bristow und nur hinter Taylor unter den Männern. Er gewann zudem den Grand Slam of Darts 2012 und die Premier League 2014 unter mehr als zehn TV-Majors. Sein eigentliches Vermächtnis ist national: Niederländische TV-Zuschauerzahlen für seine Matches gingen in die Millionen, die Teilnehmerzahlen explodierten, und der von ihm geöffnete Weg brachte Michael van Gerwen, Jelle Klaasen, Danny Noppert und eine Generation hervor, für die Profidartspieler ein plausibler Berufswunsch war.
Das Plädoyer für Peter Wright
Der optisch extravaganteste Champion des Sports und das herausragende Beispiel einer Spätkarriere-Wende. Snakebite verbrachte zwei Jahrzehnte als Journeyman, verschwand zwischenzeitlich ganz vom Zirkus, um außerhalb des Sports zu arbeiten, und kehrte in seinen Vierzigern mit gefärbtem Mohawk, aufgemaltem Schlangenmuster und von seiner Frau gestalteter Garderobe zurück. Er verlor das WM-Finale 2014 gegen Michael van Gerwen, gewann den Titel dann 2020 im Alter von 49 mit einem 7:3 über van Gerwen, und erneut 2022 gegen Michael Smith. Drei WM-Finals, zwei Titel, dazu der World Matchplay 2019 und der UK Open 2017 unter mehr als acht TV-Majors, sowie eine Zeit als Weltranglisten-Erster. Er ist zugleich der ruhelosteste Techniker des Sports, wechselt Darts, Shafts und Flights mitten im Match und trägt Dutzende Setups zu jedem Turnier – das Gegenteil der gängigen Weisheit, ein Profi solle einen Dart finden und ihn nie wechseln.