Phil Taylor
Gary Anderson
Zahl für Zahl
Die Balken sind auf den Führenden dieser Liste skaliert.
Das Urteil
Phil Taylor führt in 4 von 4 Kategorien. Unser Allzeit-Ranking führt Phil Taylor auf Platz 1 und Gary Anderson auf Platz 6.
Das Plädoyer für Phil Taylor
Der dominanteste Athlet, den je ein Profisport hervorgebracht hat. Taylor gewann 16 Weltmeistertitel – zwei BDO-Titel 1990 und 1992, dann vierzehn PDC-Titel, darunter acht in Folge von 1995 bis 2002 – aus 21 WM-Finals, und sammelte dazu 16 World-Matchplay-Titel und sechs Premier-League-Titel unter mehr als 80 TV-Majors und über 200 Profititeln insgesamt. Er warf 11 im Fernsehen gezeigte Neun-Darter, darunter zwei im selben Match im Premier-League-Finale 2010 gegen James Wade – ein Kunststück, dem sich niemand sonst auch nur angenähert hat. Als junger Lehrling von Eric Bristow gefördert, schlug er seinen Mentor 6:1 im WM-Finale 1990 und baute den Standard des Sports anschließend um sich selbst herum neu auf, indem er TV-Schnitte aus den 90ern in die 100er zog. Noch mit 57 erreichte er WM-Finals, ehe er 2018 gegen Rob Cross verlor, sein letztes Match vor dem Rücktritt. Jede Kennzahl, die der Sport misst, hält oder hielt er.
Das Plädoyer für Gary Anderson
Der reinste Werfer seiner Generation und der Mann, der Phil Taylors letzte realistische Titelchance beendete. Anderson gewann zwei aufeinanderfolgende PDC-Weltmeistertitel, 2015 mit einem im letzten Leg entschiedenen 7:6 gegen Taylor und 2016 mit 7:5 gegen Adrian Lewis. Insgesamt erreichte er sechs WM-Finals, darunter zwei BDO-Finals 2010 und 2011 vor dem Verbandswechsel, und verlor 2017 und 2021 gegen Michael van Gerwen beziehungsweise Gerwyn Price. Er gewann zudem die Premier League 2011 unter mehr als zehn TV-Majors. Sein Wurf ist berühmt mühelos – ein kurzer, schneller Release, um den ihn andere Profis offen beneiden –, und in Bestform ist er zu Punkteserien fähig, mit denen niemand mithalten kann, darunter eine Serie von 180ern bei den Weltmeisterschaften 2015 und 2016, die die Turnierrekorde neu schrieb. Chronische Rückenprobleme und eine unverhohlene Abneigung gegen den Reisezirkus haben eher seine Auftrittszahl als seine Fähigkeiten begrenzt.