Phil Taylor
Michael van Gerwen
Zahl für Zahl
Die Balken sind auf den Führenden dieser Liste skaliert.
Das Urteil
Phil Taylor führt in 5 von 5 Kategorien. Unser Allzeit-Ranking führt Phil Taylor auf Platz 1 und Michael van Gerwen auf Platz 2.
Das Plädoyer für Phil Taylor
Der dominanteste Athlet, den je ein Profisport hervorgebracht hat. Taylor gewann 16 Weltmeistertitel – zwei BDO-Titel 1990 und 1992, dann vierzehn PDC-Titel, darunter acht in Folge von 1995 bis 2002 – aus 21 WM-Finals, und sammelte dazu 16 World-Matchplay-Titel und sechs Premier-League-Titel unter mehr als 80 TV-Majors und über 200 Profititeln insgesamt. Er warf 11 im Fernsehen gezeigte Neun-Darter, darunter zwei im selben Match im Premier-League-Finale 2010 gegen James Wade – ein Kunststück, dem sich niemand sonst auch nur angenähert hat. Als junger Lehrling von Eric Bristow gefördert, schlug er seinen Mentor 6:1 im WM-Finale 1990 und baute den Standard des Sports anschließend um sich selbst herum neu auf, indem er TV-Schnitte aus den 90ern in die 100er zog. Noch mit 57 erreichte er WM-Finals, ehe er 2018 gegen Rob Cross verlor, sein letztes Match vor dem Rücktritt. Jede Kennzahl, die der Sport misst, hält oder hielt er.
Das Plädoyer für Michael van Gerwen
Der beste Spieler der Post-Taylor-Ära und der talentierteste Werfer, den der Sport gesehen hat. Van Gerwen gewann 2006 mit 17 Jahren den Winmau World Masters und wurde damit der jüngste Weltmeister jeder Kategorie zu dieser Zeit, ehe er 2014, 2017 und 2019 aus fünf Finals drei PDC-Weltmeistertitel holte, dazu sieben Premier-League-Kronen und drei World-Matchplay-Titel unter mehr als 25 TV-Majors. Sein statistischer Höhepunkt ist unerreicht: der höchste je im Fernsehen gemessene Drei-Pfeile-Schnitt der Geschichte, 123,40 gegen Michael Smith in der Premier League 2016, und der höchste Schnitt in einem WM-Finale, 114,05 beim Sieg 2017 über Gary Anderson. Er hielt die Nummer-eins-Position der Weltrangliste rund sieben Jahre lang durchgehend ab Anfang 2014. Wo Taylors Dominanz auf unermüdlicher Akkumulation beruhte, gründete van Gerwens auf Geschwindigkeit und einer Scoring-Obergrenze, die niemand sonst erreichte – er wirft schnell, überlegt selten neu und punktet Gegner in seinen besten Momenten schlicht ins Abseits.