Raymond van Barneveld
John Part
Zahl für Zahl
Die Balken sind auf den Führenden dieser Liste skaliert.
Das Urteil
Raymond van Barneveld führt in 4 von 5 Kategorien. Unser Allzeit-Ranking führt Raymond van Barneveld auf Platz 4 und John Part auf Platz 8.
Das Plädoyer für Raymond van Barneveld
Der Mann, der Dart in einem Land zum Mainstream-Sport machte, das es kaum gespielt hatte. Der ehemalige Postbote aus Den Haag gewann vier BDO-Weltmeistertitel 1998, 1999, 2003 und 2005, wechselte 2006 zur PDC und gewann das WM-Finale 2007 gegen Phil Taylor 7:6 in einem Sudden-Death-Leg im Circus Tavern – ein bis heute regelmäßig zum besten Match aller Zeiten gewähltes Spiel, in dem er einen Rückstand von 0:3 in Sets aufholte. Fünf Weltmeistertitel aus sechs Finals stellen ihn auf eine Stufe mit Bristow und nur hinter Taylor unter den Männern. Er gewann zudem den Grand Slam of Darts 2012 und die Premier League 2014 unter mehr als zehn TV-Majors. Sein eigentliches Vermächtnis ist national: Niederländische TV-Zuschauerzahlen für seine Matches gingen in die Millionen, die Teilnehmerzahlen explodierten, und der von ihm geöffnete Weg brachte Michael van Gerwen, Jelle Klaasen, Danny Noppert und eine Generation hervor, für die Profidartspieler ein plausibler Berufswunsch war.
Das Plädoyer für John Part
Der erste Spieler von außerhalb Großbritanniens, der eine Weltmeisterschaft gewann, und der einzige Mann, der Weltmeistertitel in beiden Verbänden holte und dafür Phil Taylor in einem Finale schlug. Darth Maple gewann 1994 als unbekannter Kanadier den BDO-Titel, wechselte dann zur PDC und gewann 2003 die Weltmeisterschaft mit einem 7:6-Sieg über Taylor in einem entscheidenden Satz – womit er eine achtjährige Regentschaft beendete und für eine der größten Überraschungen des Sports sorgte –, ehe er 2008 einen dritten Titel hinzufügte. Vier WM-Finals insgesamt, aus einem Land ohne nennenswerte Dart-Infrastruktur und mit transatlantischer Anreise zu jedem Turnier. Er bleibt der Maßstab für Nicht-Europäer und der Beweis, dass der Talentpool des Sports nie geografisch fixiert war. Seine Karriere als Kommentator danach machte ihn zur angesehensten analytischen Stimme im Sport, und seine klare Auseinanderlegung von Checkout-Routen lehrte einer ganzen Zuschauergeneration, wie Profis wirklich denken.