Usain Bolt
Michael Johnson
Zahl für Zahl
Die Balken sind auf den Führenden dieser Liste skaliert.
Das Urteil
Usain Bolt führt in 2 von 2 Kategorien. Unser Allzeit-Ranking führt Usain Bolt auf Platz 1 und Michael Johnson auf Platz 7.
Das Plädoyer für Usain Bolt
Die eindeutigste Nummer eins der Sportgeschichte. Bolt gewann bei drei aufeinanderfolgenden Olympischen Spielen — Peking 2008, London 2012 und Rio 2016 — 100 m und 200 m, ein Sprint-Triple, dem niemand sonst nahegekommen ist, und beendete seine Karriere mit acht olympischen Goldmedaillen und elf Welttiteln. Seine WM 2009 in Berlin brachte die zwei außergewöhnlichsten Marken der Bahngeschichte hervor: 9,58 über 100 m und 19,19 über 200 m, beide gegenüber seinen eigenen Rekorden verbessert und beide über fünfzehn Jahre später noch unangetastet. Er lief 2012 den Schlussabschnitt für Jamaikas 4x100-m-Staffel in 36,84 — ein weiterer noch bestehender Weltrekord. Über die Zahlen hinaus schaffte Bolt, was seit Owens niemandem gelungen war — er machte Leichtathletik weltweit zum Pflichtprogramm im Fernsehen, füllte Stadien und zog Hunderte Millionen zum 100-m-Finale. In seiner Blütezeit verlor er nur eine Handvoll Finals und nie eines, das auf der größten Bühne zählte. Die Marge an der Spitze jedes Leichtathletik-Rankings gehört ihm.
Das Plädoyer für Michael Johnson
Johnson lief mit einem kerzengerade aufrechten, kurzschrittigen Stil, von dem Trainer sagten, er könne nicht funktionieren, und den niemand schlagen konnte. 1996 in Atlanta wurde er der einzige Mann, der 200 m und 400 m bei denselben Olympischen Spielen gewann, und dabei zerstörte er den 200-m-Weltrekord mit 19,32 — eine Marke, so weit ihrer Zeit voraus, dass sie zwölf Jahre lang bis Bolt Bestand hatte. Sein 1999 aufgestellter 400-m-Weltrekord von 43,18 hielt siebzehn Jahre. Er gewann vier olympische Goldmedaillen und acht WM-Titel und wurde ein Jahrzehnt lang in keinem 400-m-Finale bei einer Großveranstaltung geschlagen. Johnson machte den Einrunden-Sprint zu einer Disziplin kontrollierter, gleichmäßiger Kraft statt lungensprengender Panik, und seine Verbindung von 200 m und 400 m in einem Körper — zwei Disziplinen mit entgegengesetzten Anforderungen — hat in der Sportgeschichte kein wirkliches Gegenstück.