Skip to content

Johan Cruyff vs Franz Beckenbauer

Direktvergleich · Fußball

Johan Cruyff
#5

Johan Cruyff

Niederlande · 1964–1984

VS
Franz Beckenbauer
#6

Franz Beckenbauer

Deutschland · 1964–1983

Zahl für Zahl

3 Ballons d'Or 2
3 in Folge Europapokale 3 in Folge

Die Balken sind auf den Führenden dieser Liste skaliert.

Das Urteil

Johan Cruyff führt in 1 von 2 Kategorien. Unser Allzeit-Ranking führt Johan Cruyff auf Platz 5 und Franz Beckenbauer auf Platz 6.

Das Plädoyer für Johan Cruyff

Der einflussreichste Fußballer, der je gelebt hat, und ein Top-5-Spieler schon ohne den Einfluss mitzuzählen. Cruyff gewann drei Ballons d'Or (1971, 1973, 1974) und führte Ajax von 1971 bis 1973 als Dirigent auf dem Platz zu drei Europapokalen in Folge im Total Football, trug die Idee dann nach Barcelona — beendete dort 1974 die 14-jährige Meisterschaftsdürre — und zur WM 1974, wo seine mit dem Goldenen Ball prämierte Leistung und die Cruyff-Drehung gegen Schweden die Finalniederlage überdauerten. Er erzielte über 290 Ligatore und 33 in 48 Länderspielen für die Niederlande, doch Tore untertreiben einen Spieler, dessen Genie räumlich war: Er dirigierte die Positionen aller zehn Mitspieler während er selbst spielte. Sein zweiter Akt klärte die Einflussfrage — als Barcelona-Trainer gewann er vier Meistertitel in Folge und den ersten Europapokal des Vereins (1992), baute das Dream Team, förderte La Masia und schuf die Linie, die über Guardiola bis zum modernen Positionsspiel reicht. Die meisten großen Spieler meistern das Spiel; Cruyff hat es neu entworfen.

Das Plädoyer für Franz Beckenbauer

Der größte Verteidiger aller Zeiten, hier eingestuft, weil er die Position, die er beherrschte, selbst erfand. Beckenbauer nahm die Liberorolle — bis dahin ein rein destruktiver Job — und machte daraus den angreifenden Libero, der aus der Abwehr herausstürmte, um ein zusätzlicher Mittelfeldspieler zu sein, ein Konzept, das in jedem modernen ballspielenden Innenverteidiger und jedem einrückenden Außenverteidiger nachhallt. Die Ehrungen sind gewaltig: Europameister mit Westdeutschland 1972 (eine Mannschaft, die oft als beste europäische Nationalmannschaft ihrer Ära gilt), Weltmeisterkapitän 1974, drei Europapokale in Folge mit Bayern München von 1974 bis 1976, und der einzige Verteidiger mit zwei Ballons d'Or (1972, 1976). Später führte er Westdeutschland als Trainer zur Weltmeisterschaft 1990 und schloss sich damit Mário Zagallo (und später Didier Deschamps) im winzigen Klub der Männer an, die als Spieler und Trainer den Titel gewannen. Über 103 Länderspiele kombinierte er Eleganz mit gnadenlosem Spielmanagement; sein Duell mit Cruyff im Finale 1974 — Pragmatismus gegen Poesie, 2:1 — bleibt der große philosophische Streit des Sports in neunzig Minuten.

Weitere Duelle

Zum kompletten Ranking →