Eddy Merckx
Greg LeMond
Zahl für Zahl
Die Balken sind auf den Führenden dieser Liste skaliert.
Das Urteil
Eddy Merckx führt in 3 von 3 Kategorien. Unser Allzeit-Ranking führt Eddy Merckx auf Platz 1 und Greg LeMond auf Platz 9.
Das Plädoyer für Eddy Merckx
Der Kannibale ist der nahezu unangefochtene größte Radfahrer aller Zeiten, und es ist nicht einmal knapp. Merckx gewann in seiner Karriere unglaubliche 525 Rennen, eine Zahl, an die kein Fahrer je herangekommen ist. Er gewann 11 Grand Tours, fünf Touren de France, fünf Giri d'Italia und eine Vuelta, drei Straßen-WM-Titel und einen Rekord von 19 Monumenten über alle Eintagesklassiker hinweg. Er gewann 34 Tour-Etappen und sicherte sich dabei auch die Punkte- und Bergwertung, dominierte Flachsprints, Berge und Zeitfahren gleichermaßen. 1972 stellte er in Mexiko-Stadt den Stundenrekord mit 49,431 Kilometern auf. Sein Spitzname rührte von seiner Weigerung her, auch nur nachzulassen, wenn ein Rennen bereits gewonnen war, und seine Kombination aus Vielseitigkeit, Langlebigkeit und Siegrate bleibt der Maßstab, an dem jeder Fahrer gemessen wird.
Das Plädoyer für Greg LeMond
Der Fahrer, der den Radsport globalisierte, LeMond wurde 1986 der erste nichteuropäische Tour-de-France-Sieger und öffnete den Sport für Amerika und darüber hinaus. Er gewann drei Touren, 1986, 1989 und 1990, sowie zwei Straßen-WM-Titel, 1983 und 1989. Sein Sieg 1989 über Laurent Fignon um acht Sekunden, der knappste Vorsprung der Tourgeschichte, kam im Zeitfahren am letzten Tag zustande, bei dem er aerodynamische Lenkeraufsätze und einen Tropfenhelm nutzte, um einen 50-Sekunden-Rückstand umzudrehen, ein Meilenstein in der Technikoffenheit des Sports. Bemerkenswerterweise gelang ihm dies, nachdem er 1987 bei einem Jagdunfall fast gestorben wäre, der über 30 Schrotkugeln in seinem Körper zurückließ, einige nahe seinem Herzen. LeMond fuhr sauber durch die anbrechende EPO-Ära, und seine Karriere steht sowohl als sportlicher als auch als moralischer Höhepunkt.