Bernard Hinault
Miguel Indurain
Zahl für Zahl
Die Balken sind auf den Führenden dieser Liste skaliert.
Das Urteil
Bernard Hinault führt in 2 von 3 Kategorien. Unser Allzeit-Ranking führt Bernard Hinault auf Platz 3 und Miguel Indurain auf Platz 6.
Das Plädoyer für Bernard Hinault
Der Dachs war der letzte große Patron des Pelotons, ein Fahrer, der ebenso durch Willenskraft wie durch seine Beine herrschte. Hinault gewann 10 Grand Tours, fünf Touren de France, drei Giri d'Italia und zwei Vueltas a España, dazu die Weltmeisterschaft 1980 und fünf Monumente, darunter Paris-Roubaix, Lüttich-Bastogne-Lüttich und die Lombardei-Rundfahrt. Er bleibt bis heute der letzte Franzose, der 1985 die Tour gewann, eine seither vier Jahrzehnte andauernde Durststrecke. Ein erbitterter Konkurrent mit rund 216 Profisiegen, er war in Bergen, Zeitfahren und den Kopfsteinpflaster-Klassikern gleichermaßen stark, und seine kämpferische Führung prägte die Taktik seiner Ära. Seine Fehde und Allianz mit Teamkollege Greg LeMond bei den Touren 1985 und 1986 brachte eine der prägenden Rivalitäten des Sports hervor.
Das Plädoyer für Miguel Indurain
Big Mig war der erste Fahrer, der fünf aufeinanderfolgende Touren de France gewann, von 1991 bis 1995, eine beispiellose Serie, aufgebaut auf einer Zeitfahrkraft, die kaum jemand nachvollziehen konnte. Ein großer, kraftvoller Fahrer mit berühmt niedrigem Ruhepuls, ließ Indurain seine Rivalen gegen die Uhr regelrecht zerlegen und markierte sie dann in den Bergen, ohne je selbst angreifen zu müssen. Er gewann insgesamt sieben Grand Tours und ergänzte 1992 und 1993 den Giro d'Italia, um in beiden Jahren ein Giro-Tour-Double zu vollbringen. 1994 stellte er den Stundenrekord mit 53,040 Kilometern auf, und 1995 gewann er den WM-Titel im Zeitfahren, bevor er 1996 in Atlanta Olympiagold im Zeitfahren auf heimatkontinentalen Straßen holte. Seine ruhige, zurückhaltende Dominanz machte ihn zum Nationalhelden in Spanien und läutete eine neue Ära des spezialisierten Grand-Tour-Fahrens ein.