Bernard Hinault
Jacques Anquetil
Zahl für Zahl
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Das Urteil
Bernard Hinault führt in 1 von 2 Kategorien. Unser Allzeit-Ranking führt Bernard Hinault auf Platz 3 und Jacques Anquetil auf Platz 5.
Das Plädoyer für Bernard Hinault
Der Dachs war der letzte große Patron des Pelotons, ein Fahrer, der ebenso durch Willenskraft wie durch seine Beine herrschte. Hinault gewann 10 Grand Tours, fünf Touren de France, drei Giri d'Italia und zwei Vueltas a España, dazu die Weltmeisterschaft 1980 und fünf Monumente, darunter Paris-Roubaix, Lüttich-Bastogne-Lüttich und die Lombardei-Rundfahrt. Er bleibt bis heute der letzte Franzose, der 1985 die Tour gewann, eine seither vier Jahrzehnte andauernde Durststrecke. Ein erbitterter Konkurrent mit rund 216 Profisiegen, er war in Bergen, Zeitfahren und den Kopfsteinpflaster-Klassikern gleichermaßen stark, und seine kämpferische Führung prägte die Taktik seiner Ära. Seine Fehde und Allianz mit Teamkollege Greg LeMond bei den Touren 1985 und 1986 brachte eine der prägenden Rivalitäten des Sports hervor.
Das Plädoyer für Jacques Anquetil
Maître Jacques war der erste Fahrer, der fünf Touren de France gewann, 1957 und von 1961 bis 1964, und das gelang ihm durch die Beherrschung der Disziplin, die andere fürchteten: das Zeitfahren. Seine Sitzposition auf dem Rad war so ausgefeilt, dass er gegen die Uhr Minuten gewinnen und dann einen Vorsprung in den Bergen mit kühler Berechnung verteidigen konnte. Anquetil gewann insgesamt acht Grand Tours, dazu zwei Giri d'Italia und die Vuelta a España 1963, und wurde 1964 der erste Mann seit Coppi, der Giro und Tour in derselben Saison gewann. Er dominierte auch den Grand Prix des Nations im Zeitfahren, den er neunmal gewann. Seine Rivalität mit dem populären Raymond Poulidor, dem ewigen Zweiten, fesselte Frankreich, auch wenn Anquetil ihn immer wieder kühl bezwang.