Bernard Hinault
Greg LeMond
Zahl für Zahl
Die Balken sind auf den Führenden dieser Liste skaliert.
Das Urteil
Bernard Hinault führt in 2 von 3 Kategorien. Unser Allzeit-Ranking führt Bernard Hinault auf Platz 3 und Greg LeMond auf Platz 9.
Das Plädoyer für Bernard Hinault
Der Dachs war der letzte große Patron des Pelotons, ein Fahrer, der ebenso durch Willenskraft wie durch seine Beine herrschte. Hinault gewann 10 Grand Tours, fünf Touren de France, drei Giri d'Italia und zwei Vueltas a España, dazu die Weltmeisterschaft 1980 und fünf Monumente, darunter Paris-Roubaix, Lüttich-Bastogne-Lüttich und die Lombardei-Rundfahrt. Er bleibt bis heute der letzte Franzose, der 1985 die Tour gewann, eine seither vier Jahrzehnte andauernde Durststrecke. Ein erbitterter Konkurrent mit rund 216 Profisiegen, er war in Bergen, Zeitfahren und den Kopfsteinpflaster-Klassikern gleichermaßen stark, und seine kämpferische Führung prägte die Taktik seiner Ära. Seine Fehde und Allianz mit Teamkollege Greg LeMond bei den Touren 1985 und 1986 brachte eine der prägenden Rivalitäten des Sports hervor.
Das Plädoyer für Greg LeMond
Der Fahrer, der den Radsport globalisierte, LeMond wurde 1986 der erste nichteuropäische Tour-de-France-Sieger und öffnete den Sport für Amerika und darüber hinaus. Er gewann drei Touren, 1986, 1989 und 1990, sowie zwei Straßen-WM-Titel, 1983 und 1989. Sein Sieg 1989 über Laurent Fignon um acht Sekunden, der knappste Vorsprung der Tourgeschichte, kam im Zeitfahren am letzten Tag zustande, bei dem er aerodynamische Lenkeraufsätze und einen Tropfenhelm nutzte, um einen 50-Sekunden-Rückstand umzudrehen, ein Meilenstein in der Technikoffenheit des Sports. Bemerkenswerterweise gelang ihm dies, nachdem er 1987 bei einem Jagdunfall fast gestorben wäre, der über 30 Schrotkugeln in seinem Körper zurückließ, einige nahe seinem Herzen. LeMond fuhr sauber durch die anbrechende EPO-Ära, und seine Karriere steht sowohl als sportlicher als auch als moralischer Höhepunkt.