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🤾Anja Andersen vs Talant Dujshebaev

Direktvergleich · Handball

Anja Andersen
#8

Anja Andersen

Dänemark · 1988-1998

VS
Talant Dujshebaev
#10

Talant Dujshebaev

Sowjetunion / Spanien · 1986-2005

Zahl für Zahl

1 Olympisches Gold 1
1 Olympische Medaillen 3
1 Weltmeistertitel 0
1 IHF-Weltspieler-Auszeichnungen 2

Die Balken sind auf den Führenden dieser Liste skaliert.

Das Urteil

Talant Dujshebaev führt in 2 von 4 Kategorien. Unser Allzeit-Ranking führt Anja Andersen auf Platz 8 und Talant Dujshebaev auf Platz 10.

Das Plädoyer für Anja Andersen

Der große Unruhestifter des Handballs. Andersen spielte für Dänemark Rückraummitte mit einer Mischung aus technischem Genie und offener Provokation - sie redete, gestikulierte, versuchte Würfe, die sonst niemand in Erwägung gezogen hätte - und war der Motor des Teams, das das Frauenspiel veränderte. Dänemark gewann die Europameisterschaft 1994 und 1996, olympisches Gold 1996 in Atlanta und den Weltmeistertitel 1997, dem Jahr, in dem Andersen zur IHF-Weltspielerin des Jahres gewählt wurde. Dann war Schluss: Ein Herzleiden zwang sie 1998 mit 29 Jahren, auf dem Höhepunkt ihrer Kraft, zum Rücktritt. Sie wechselte direkt ins Trainergeschäft und war dort genauso erfolgreich und genauso zündend, baute Slagelse zu einer europäischen Macht auf, die 2004 und 2005 aufeinanderfolgende Champions-League-Titel gewann, während sie unterwegs auch eigene Sperren kassierte. Dänemarks Frauen gewannen anschließend von 1996 bis 2004 drei olympische Titel in Folge; Andersen legte den Grundstein.

Das Plädoyer für Talant Dujshebaev

Geboren in Frunse im sowjetischen Kirgisistan, gewann Dujshebaev 1992 mit der Vereinten Mannschaft olympisches Gold, nahm die spanische Staatsbürgerschaft an und gewann dann 1996 und 2000 olympische Bronzemedaillen für Spanien - eine Karriere, die die politische Neuordnung des Sports nachzeichnete. Er wurde 1994 und 1996 zweimal zum IHF-Weltspieler des Jahres gewählt, als Rückraummitte von ungewöhnlicher körperlicher Kraft, der aus neun Metern werfen und die Mitte einer 6:0 ein ganzes Spiel lang verteidigen konnte, eine Kombination, die es heute kaum noch gibt. Seine besten Klubjahre verbrachte er in Spanien bei Teka Santander und Ciudad Real, in der Zeit, als die spanische Liga die stärkste der Welt war. Seine zweite Karriere machte ihn noch einflussreicher: Als Trainer führte er Kielce 2016 zum Champions-League-Titel, und beide seine Söhne, Alex und Daniel, wurden spanische Nationalspieler. Nur wenige Menschen haben drei Handballnationen geprägt.

Weitere Duelle

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