Handball im Jahr 2016
Der Krieg beendete den ersten Verband, und die IHF, die ihn 1946 in Kopenhagen ersetzte, wurde von acht Nationen gegründet, von denen vier nordisch waren. Das verschob das Kräfteverhältnis entscheidend zugunsten der kleinen Halle. Beide Regelwerke veranstalteten zwei Jahrzehnte lang parallel Weltmeisterschaften - das Freiluftformat von 1938 bis 1966, das Hallenformat ab 1938 und dann regelmäßig ab 1954 -, aber die Rechnung sprach für die Turnhalle. Hallenhandball brauchte kein Feld, kein Wetter und kein Tageslicht, was in Nordeuropa enorm zählte, und es funktionierte im Fernsehen weit besser, wo zweiundzwanzig über ein Fußballfeld verstreute Spieler wie nichts aussahen. Schweden gewann 1954 zu Hause den ersten IHF-Hallenweltmeistertitel, Rumänien wurde in den 1960er- und frühen 1970er-Jahren mit vier Weltmeistertiteln zwischen 1961 und 1974 zur herausragenden Kraft, und der 1957 gestartete Frauenwettbewerb etablierte sich in Osteuropa. Der entscheidende Schlag kam 1972, als das IOC das Hallenspiel ins Münchner Programm aufnahm und Jugoslawien Gold gewann. Olympischer Status bedeutete staatliche Förderung, und staatliche Förderung bedeutete, dass binnen eines Jahrzehnts kaum ein nationaler Verband noch ernsthaft ins Freiluftregelwerk investierte. Feldhandball, einst deutscher Nationalsport, überlebt heute nur noch in Amateurligen. 2016 bleibt Handball mit „Passives Spiel“ und 2016. Keine Rangliste, keine Buchung. Staatsprogramme und östliche Vorherrschaft
Frankreich mit 6 (1995, 2001, 2009, 2011, 2015, 2017) Handball ist die torreichste Mannschaftssportart, die in der Halle gespielt wird. Sieben gegen sieben auf einem 40 Meter langen und 20 Meter breiten Feld, zwei Halbzeiten zu je dreißig Minuten, und ein Endstand, der zusammengerechnet regelmäßig über sechzig Tore erreicht. Das Prinzip ist einfach: Einen Ball, der klein genug ist, um in einer Hand zu liegen, tragen, prellen oder passen, dabei zwischen zwei Dribblings höchstens drei Schritte machen und ihn an einem Torwart vorbei ins Tor werfen, das drei Meter breit und zwei Meter hoch ist. Die Komplikation ist der Sechs-Meter-Kreis vor diesem Tor, den kein Feldspieler betreten darf. Jeder Wurf erfolgt deshalb aus der Distanz oder wird aus der Luft über der Linie abgegeben, was dem Sport sein Markenzeichen gibt: ein Spieler, der über dem Kreis in der Luft schwebt.
Seine Hochburg ist Kontinentaleuropa. Dänemark, Frankreich, Norwegen, Schweden, Deutschland, Spanien, Kroatien und Ungarn behandeln Handball als erstklassige Nationalsportart, und die deutsche Handball-Bundesliga füllt Woche für Woche die Hallen. Als Deutschland bei der Europameisterschaft 2024 in Düsseldorf gegen die Schweiz spielte, kamen 53.586 Zuschauer, ein Weltrekord für den Sport. Die Internationale Handballföderation zählt rund 27 Millionen Spieler in mehr als 200 Mitgliedsverbänden, und die Landkarte wird größer: Ägypten erreichte in Tokio das olympische Halbfinale, Katar erreichte 2015 ein Weltmeisterschaftsfinale, und Brasiliens Frauen gewannen 2013 den Weltmeistertitel überhaupt. Handball ist Europas größter Hallensport und, still und leise, eines der meistgespielten Spiele der Erde.
Athletisch steht der Sport irgendwo zwischen Basketball und Rugby. Rückraumspieler springen in den Kontakt hinein, um aus neun Metern zu werfen, Kreisläufer kämpfen mit dem Rücken zum Tor um Position, und Außenspieler vollenden aus so spitzen Winkeln, dass die Geometrie, nicht der Torwart, der eigentliche Gegner ist. Die Abwehr ist eine Kontaktdisziplin mit klaren Grenzen: Ein Verteidiger darf mit angewinkeltem Arm und dem Oberkörper den Weg eines Angreifers blockieren, sodass das Spiel in Kollisionsgeschwindigkeit läuft, fast ohne Unterbrechungen. Auswechslungen laufen ohne Erlaubnis des Schiedsrichters ein und aus, Ballbesitzphasen dauern Sekunden, und der Schwung kippt in Serien von drei oder vier unbeantworteten Toren, für die Trainer Auszeiten verbrennen, um sie zu stoppen.
Das Video ist im Telefon. Die Regel steht in den ersten zwei Zeilen. 2016 bleibt Handball mit „Passives Spiel“ und 2016. Keine Rangliste, keine Buchung. 20162016
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