Anette Norberg
Silvana Tirinzoni
Zahl für Zahl
Die Balken sind auf den Führenden dieser Liste skaliert.
Das Urteil
Anette Norberg führt in 3 von 4 Kategorien. Unser Allzeit-Ranking führt Anette Norberg auf Platz 2 und Silvana Tirinzoni auf Platz 9.
Das Plädoyer für Anette Norberg
Die erste Curlerin überhaupt, die zwei olympische Goldmedaillen als Skip gewann, Turin 2006 und die Titelverteidigung in Vancouver 2010, eine Leistung, die kein Mann erreichte, bis Brad Jacobs 2026 nachzog. Ihre Karriere ist ebenso bemerkenswert für ihre Länge wie für ihre Höhepunkte: Sie gewann Silber beim Demonstrationswettbewerb 1988 in Calgary und holte 2011, dreiundzwanzig Jahre später, noch WM-Gold. Dieser Titel 2011 in Esbjerg kam nach ihrem Olympia-Doppel und brachte ihr insgesamt drei WM-Titel, dazu zwei Silber- und vier Bronzemedaillen sowie sieben Europameistertitel zwischen 1988 und 2007. Sie trat bei fünfzehn Europameisterschaften an. In Schweden ist sie die Figur, die Curling zum Mainstream-Fernsehsport machte, und die Nachwuchslinie, aus der Anna Hasselborg und die aktuelle Generation hervorgingen, führt direkt auf sie zurück.
Das Plädoyer für Silvana Tirinzoni
Skipperin des einzigen Damenteams, das vier WM-Titel in Folge gewann, 2019, 2021, 2022 und 2023, mit Alina Patz als letzter Werferin, dazu Silber 2024 und 2025, als Rachel Homans Kanada sie schließlich stoppte. Die Aufstellung selbst war ungewöhnlich und viel diskutiert: Tirinzoni rief das Spiel und hielt den Besen, während Patz das vierte Steinpaar warf, eine Aufteilung der Skip-Rolle, die inzwischen mehrere Elite-Teams übernommen haben. Sie gewann zudem 2023 und 2024 Europameistertitel sowie eine lange Reihe Schweizer Meisterschaften und holte bei Milano Cortina 2026 endlich eine olympische Medaille, Silber nach einem 6-5-Verlust gegen Schweden im Finale. Im Sommer 2026 verkündete sie ihren Rücktritt und beendete damit die erfolgreichste durchgehende Serie, die je ein Damenteam aufgestellt hat.