So lief es
Der 20-jährige Österreicher Toni Sailer fegte bei den Olympischen Spielen in Cortina Abfahrt, Riesenslalom und Slalom. Im Riesenslalom gewann er mit mehr als sechs Sekunden Vorsprung, ein außergewöhnlich großer Vorsprung in einer Sportart, die normalerweise in Hundertstelsekunden entschieden wird. Sailer holte bei den Weltmeisterschaften 1958 drei weitere Goldmedaillen, bevor er mit 23 Jahren in den Ruhestand ging. Der alpine Skisport wurde damals von den staatlich unterstützten österreichischen und französischen Nationalmannschaften dominiert, und Sailers Leistung festigte Österreich als unbestrittene Supermacht des Sports. Später wurde er Schauspieler, trat in mehreren Skifilmen auf und blieb auch nach seiner Pensionierung eine beliebte Persönlichkeit des öffentlichen Lebens in Österreich.
Warum es noch zählt
Dieses Treffen brachte das erste olympische Dreifachgold in der Geschichte des alpinen Skisports hervor, eine Leistung, die nur Jean-Claude Killy im Jahr 1968 wiederholte. Sailers Vorsprung auf den Sieg gilt immer noch als Maßstab dafür, wie weit ein einzelner Rennfahrer seinen Zeitgenossen voraus sein kann, und das Ergebnis gilt als der entscheidende Moment, der Österreichs Identität als Spitzennation des Sports festigte.