Mikaela Shiffrin
Janica Kostelic
Zahl für Zahl
Die Balken sind auf den Führenden dieser Liste skaliert.
Das Urteil
Mikaela Shiffrin führt in 3 von 5 Kategorien. Unser Allzeit-Ranking führt Mikaela Shiffrin auf Platz 1 und Janica Kostelic auf Platz 9.
Das Plädoyer für Mikaela Shiffrin
Die erfolgreichste Fahrerin, die der Weltcup je hervorgebracht hat. Shiffrin gewann mit 17 ihr erstes Weltcuprennen, holte mit 17 ihren ersten WM-Slalomtitel und mit 18 olympisches Slalomgold – und beschleunigte danach weiter: Im Januar 2023 überholte sie in Kranjska Gora Lindsey Vonns Frauenrekord von 82 Siegen, Tage später brach sie in Kronplatz Ingemar Stenmarks Allzeitrekord von 86, und am 23. Februar 2025 gewann sie im Slalom von Sestriere ihren 100. Weltcupsieg, Monate nach einer schweren Bauchverletzung bei einem Sturz in Killington. Ihre Saison 2018/19 – 17 Siege und 2.204 Punkte – ist die dominanteste Kampagne der Geschichte beider Touren. Sie hat fünf Gesamt-Kristallkugeln, acht WM-Goldmedaillen, mehr als 60 Slalomsiege und Siege in allen sechs Weltcupdisziplinen, einschließlich Abfahrt und Parallelbewerb. Die einzige offene Zeile in ihrer Bilanz ist olympisches Gold über ihre bisherigen zwei hinaus, in einem Sport, in dem ein einziger Morgen alles entscheidet.
Das Plädoyer für Janica Kostelic
Die größte Meisterschaftsfahrerin der alpinen Geschichte, aus einem Land ohne Skikultur, ohne Verbandsgeld und fast ohne für Weltcuprennen geeignete Berge. Kostelic trainierte quer durch Europa aus einem Familienauto heraus, mit ihrem Vater als Trainer, und gewann 2002 in Salt Lake City Gold in Riesenslalom, Kombination und Slalom sowie Silber im Super-G – vier Medaillen bei einem einzigen Spiele, die größte Ausbeute, die je ein alpiner Skifahrer geholt hat, und eine Bilanz, an die keine Frau herankommt. Sie verteidigte 2006 in Turin den Kombinationstitel für ihr viertes olympisches Gold, gleichauf mit Kjetil André Aamodt an der Spitze der Allzeitliste des Sports. Sie gewann drei Gesamt-Kristallkugeln und 30 Weltcuprennen sowie 2003 bei der WM in St. Moritz einen Dreifachsieg. Sie trat mit 25 nach neun Knieoperationen und einer Schilddrüsenerkrankung zurück, nachdem sie mit einem zweimal praktisch neu aufgebauten Körper alles gewonnen hatte, was verfügbar war.