Marcel Hirscher
Marco Odermatt
Zahl für Zahl
Die Balken sind auf den Führenden dieser Liste skaliert.
Das Urteil
Marcel Hirscher führt in 5 von 5 Kategorien. Unser Allzeit-Ranking führt Marcel Hirscher auf Platz 3 und Marco Odermatt auf Platz 7.
Das Plädoyer für Marcel Hirscher
Der dominanteste saisonlange Fahrer der Geschichte des Männerzirkus. Hirscher gewann von 2012 bis 2019 acht Gesamt-Kristallkugeln in Folge, eine Serie, an die sich kein alpiner Skifahrer, ob Mann oder Frau, herangewagt hat – Marc Girardellis fünf hatten seit 1993 als Männerrekord gegolten –, und er tat es gegen die tiefsten technischen Felder, die der Sport je aufgeboten hat, wobei allein Österreich ein Dutzend plausible Podestkandidaten stellen konnte. Er beendete seine Karriere mit 67 Weltcupsiegen, aufgeteilt auf Riesenslalom und Slalom, und sieben WM-Goldmedaillen. Die einzige Lücke war Olympia: Nach Silber in Sotschi gewann er 2018 in Pyeongchang endlich Gold in Riesenslalom und Kombination. Er trat mit 30 in bester Verfassung zurück, kehrte dann 2024 unter der Flagge der Niederlande, dem Heimatland seiner Mutter, zurück – ein beispielloser später Karrierewechsel, der eine Karriere neu eröffnete, die alle für abgeschlossen gehalten hatten.
Das Plädoyer für Marco Odermatt
Der beste allroundfähige Fahrer seit Maier und der Mann, der dessen Punkterekord brach. Odermatt gewann von 2022 bis 2025 vier Gesamt-Kristallkugeln in Folge und erzielte 2022/23 mit 2.042 Punkten mehr als Maiers 2.000 aus 1999/2000, während er in denselben Saisonen Kugeln in Riesenslalom, Super-G und Abfahrt gewann – die seltenste Leistung im modernen Rennsport, weil die technischen und die Speed-Disziplinen inzwischen fast getrennte Trainingsprogramme verlangen. Er gewann 2022 in Peking olympisches Riesenslalomgold und 2023 in Courchevel-Méribel WM-Titel in Abfahrt und Riesenslalom, dazu 2025 in Saalbach einen weiteren Riesenslalom-Weltmeistertitel. Zum Ende der Saison 2024/25 hatte er die 40-Siege-Marke im Weltcup überschritten, noch in seinen Zwanzigern, und er trägt das Schweizer Speed-Programm, das stärkste im Sport, auf seinen Ergebnissen.