Ingemar Stenmark
Hermann Maier
Zahl für Zahl
Die Balken sind auf den Führenden dieser Liste skaliert.
Das Urteil
Hermann Maier führt in 2 von 5 Kategorien. Unser Allzeit-Ranking führt Ingemar Stenmark auf Platz 2 und Hermann Maier auf Platz 6.
Das Plädoyer für Ingemar Stenmark
34 Jahre lang die Antwort auf die Frage, wer am meisten gewonnen hatte, und bis heute der Männerrekordhalter. Der Schwede holte 86 Weltcupsiege – 46 im Riesenslalom, 40 im Slalom –, ohne je ernsthaft eine Abfahrt zu bestreiten, was bedeutete, dass er eine ganze Hälfte der Punktetabelle aufgab und trotzdem den Gesamttitel gewann, drei Jahre in Folge von 1976 bis 1978. In der Saison 1978/79 gewann er 13 Rennen. 1980 in Lake Placid gewann er beide technischen Goldmedaillen, jeweils aus deutlichem Rückstand nach dem ersten Lauf kommend, und er fügte 1978 WM-Titel sowie 1982 in Schladming ein Slalom-Riesenslalom-Double hinzu. Sein Stil war das Argument für Ökonomie: minimale Oberkörperbewegung, kein sichtbarer Aufwand, eine Linie so präzise, dass seine Läufe auf Film langsam wirken, bis die Zwischenzeiten auftauchen. Er war auch der letzte große Champion des geraden Skis und trat 1989 zurück, vier Jahre bevor der Carving-Ski kam.
Das Plädoyer für Hermann Maier
Der Herminator, ein Maurer, den die österreichische Skiakademie als Jugendlicher wegen zu geringer Größe abgelehnt hatte, der mit 23 in den Weltcup kam und sofort neu definierte, wie hart ein Fahrer angreifen konnte. Maier gewann 54 Weltcuprennen und vier Gesamttitel in den Jahren 1998, 2000, 2001 und 2004, und seine 2.000 Punkte 1999/2000 blieben 23 Jahre lang Männerrekord. Seine prägendste Woche kam 1998 in Nagano: ein katastrophaler Sturz in der Abfahrt, bei dem er bei voller Geschwindigkeit durch zwei Sicherheitszäune der Hakuba-Strecke geschleudert wurde und der weltweit wiederholt gezeigt wurde, gefolgt drei Tage später von Gold in Super-G und Riesenslalom. Im August 2001 kostete ihn ein Motorradunfall beinahe das rechte Bein; er verpasste zwei Saisonen, kehrte 2003 zurück, gewann in seiner Comeback-Saison die Super-G-Kugel und im Jahr darauf den Gesamttitel. Niemand im Sport hat sich je von mehr erholt.