Annemarie Moser-Pröll
Vreni Schneider
Zahl für Zahl
Die Balken sind auf den Führenden dieser Liste skaliert.
Das Urteil
Annemarie Moser-Pröll führt in 3 von 5 Kategorien. Unser Allzeit-Ranking führt Annemarie Moser-Pröll auf Platz 5 und Vreni Schneider auf Platz 10.
Das Plädoyer für Annemarie Moser-Pröll
Die vollständigste Dominanz, die eine Frau vor Shiffrin über den Weltcup ausübte. Moser-Pröll gewann von 1971 bis 1975 fünf Gesamt-Kristallkugeln in Folge, trat mit 25 zurück, kehrte zurück und gewann 1979 eine sechste – bis heute Frauenrekord – mit 62 Rennsiegen in einer Zeit, als der Kalender deutlich kürzer war als heute. Zwischen Dezember 1972 und Januar 1973 gewann sie elf Abfahrten in Folge, eine Serie in einer einzelnen Disziplin, die keine Fahrerin je erreicht hat. Sie holte fünf WM-Goldmedaillen und, 1980 in Lake Placid in ihrer letzten Saison, den olympischen Abfahrtstitel, der ihr durch zwei Silbermedaillen 1972 in Sapporo verwehrt geblieben war. Zeitgenossen beschrieben eine Fahrerin, die schlicht Gelände angriff, das andere Frauen nur bewältigten, und ihre Siegquote über die von ihr bestrittenen Saisonen bleibt die höchste einer Frau in der Geschichte des Sports.
Das Plädoyer für Vreni Schneider
Die dominante technische Fahrerin ihrer Generation und Inhaberin der außergewöhnlichsten Einzelsaison im Frauenskisport vor Shiffrin. In der Saison 1988/89 gewann Schneider 14 der 16 Rennen, die sie bestritt, eine Siegquote, an die keine Frau herankommt, und sie beendete ihre Karriere mit 55 Weltcupsiegen und drei Gesamt-Kristallkugeln in den Jahren 1989, 1994 und 1995. 1988 in Calgary gewann sie Slalom und Riesenslalom; 1994 in Lillehammer, sechs Jahre und eine schwere Knieverletzung später, gewann sie erneut den Slalom und fügte Silber und Bronze hinzu, was ihre olympische Karrierebilanz auf fünf Medaillen bei drei Spielen brachte. Sie war 1987 Weltmeisterin im Riesenslalom und gewann 1989 in Vail zwei Goldmedaillen. Ihre Riesenslalomtechnik – ruhig, endlos geduldig mit dem Druck im Bogen – war das Modell, das die Schweizer Trainerausbildung zwei Jahrzehnte lang lehrte.