Zhu Ting
Jekaterina Gamowa
Zahl für Zahl
Die Balken sind auf den Führenden dieser Liste skaliert.
Das Urteil
Zhu Ting führt in 3 von 4 Kategorien. Unser Allzeit-Ranking führt Zhu Ting auf Platz 5 und Jekaterina Gamowa auf Platz 9.
Das Plädoyer für Zhu Ting
Die prägende Spielerin der späten 2010er-Jahre im Damenvolleyball und eine der kompletteste Angreiferinnen, die der Sport gesehen hat. Zhu Ting brach international durch, indem sie China 2016 in Rio zu Olympiagold führte und zur Turnier-MVP gewählt wurde, dazu Weltpokal-Titel und MVP-Auszeichnungen 2015 und 2019. Im Ausland dominierte sie mit der Türkei's Vakifbank, gewann aufeinanderfolgende CEV-Champions-League-Titel und -MVPs 2017 und 2018 sowie die Klub-Weltmeisterschaft und bewies sich damit gegen die stärksten Vereinsfelder der Welt. Mit über 1,95 Metern und einem langen, peitschenschnellen Arm vereint sie terminale Kraft mit der Annahme- und Abwehrqualität einer Außenangreiferin und gibt China einen echten Sechs-Rotationen-Superstar. Verletzungen und Chinas Formtief kosteten sie einen zweiten Olympiatitel, doch auf ihrem Höhepunkt von etwa 2015 bis 2019 war sie nach breiter Übereinkunft die beste Spielerin der Welt - ein moderner Maßstab für die Position der Außenangreiferin. In der Saison 2024-25 spielte sie weiterhin auf Weltklasseniveau.
Das Plädoyer für Jekaterina Gamowa
Eine 2,02 Meter große Diagonalangreiferin, deren Kombination aus Größe und Kraft sie zu einer der körperlich dominantesten Angreiferinnen machte, die das Damenspiel je gesehen hat. Gamowa führte Russland 2006 und 2010 zu Weltmeistertiteln und wurde 2010 zur MVP gewählt, dazu gewann sie olympisches Silber in Sydney 2000 und Athen 2004. Mit einem Angriffsschlag von oben über den Block, den kaum jemand parieren konnte, war sie ein Jahrzehnt lang die Anlaufstelle für Punkte, wann immer Russland einen brauchte, und florierte in der Ära kurz nach der Einführung des Rally-Point-Systems, das terminale Feuerkraft belohnte. Sie sammelte zudem mehrere europäische Titel und Vereinstitel während einer langen Karriere in Russland und im Ausland. Gamowa gewann nie das Olympiagold, das ihr Talent verdient hätte, doch ihre zwei Weltmeistertitel, ihre imposante Präsenz und ihre anhaltende Leistung sichern ihr einen festen Platz unter den größten Diagonalangreiferinnen aller Zeiten und dienten als Vorbild für die großen, kraftvollen Rechtsaußen-Angreiferinnen, die folgten, bis hin zu Paola Egonu.