Lorenzo Bernardi
Jekaterina Gamowa
Zahl für Zahl
Die Balken sind auf den Führenden dieser Liste skaliert.
Das Urteil
Lorenzo Bernardi führt in 2 von 4 Kategorien. Unser Allzeit-Ranking führt Lorenzo Bernardi auf Platz 3 und Jekaterina Gamowa auf Platz 9.
Das Plädoyer für Lorenzo Bernardi
Der herausragende Außenangreifer der professionellen Frühzeit des Volleyballs und Anführer von Italiens goldener Generation. Bernardi führte das dominanteste Herrenteam der 1990er-Jahre zu drei aufeinanderfolgenden Weltmeisterschaften - 1990, 1994 und 1998 - unter Trainer Julio Velasco, dazu eine Fülle von World-League-Titeln und Europameisterschaften. Als kompletter Außenangreifer, der unter Druck seiten aushielt, aggressiv aufschlug und verteidigte, war er das Sinnbild eines italienischen Teams, das jeden schlug, außer schmerzlicherweise bei Olympia, wo man sich 1996 mit Silber begnügen musste. Seine Vereinskarriere verbrachte er in Italiens Serie A, damals die reichste und stärkste Liga der Welt, und hielt seine Spitzenform über fast zwei Jahrzehnte. Weithin als einer der größten europäischen Spieler aller Zeiten geehrt, sichert Bernardis nahezu totale Dominanz in jeder Arena außer dem Olympiafinale ihm einen festen Platz unter der Sport-Elite aller Zeiten, und er trainierte später auf höchstem Vereinsniveau.
Das Plädoyer für Jekaterina Gamowa
Eine 2,02 Meter große Diagonalangreiferin, deren Kombination aus Größe und Kraft sie zu einer der körperlich dominantesten Angreiferinnen machte, die das Damenspiel je gesehen hat. Gamowa führte Russland 2006 und 2010 zu Weltmeistertiteln und wurde 2010 zur MVP gewählt, dazu gewann sie olympisches Silber in Sydney 2000 und Athen 2004. Mit einem Angriffsschlag von oben über den Block, den kaum jemand parieren konnte, war sie ein Jahrzehnt lang die Anlaufstelle für Punkte, wann immer Russland einen brauchte, und florierte in der Ära kurz nach der Einführung des Rally-Point-Systems, das terminale Feuerkraft belohnte. Sie sammelte zudem mehrere europäische Titel und Vereinstitel während einer langen Karriere in Russland und im Ausland. Gamowa gewann nie das Olympiagold, das ihr Talent verdient hätte, doch ihre zwei Weltmeistertitel, ihre imposante Präsenz und ihre anhaltende Leistung sichern ihr einen festen Platz unter den größten Diagonalangreiferinnen aller Zeiten und dienten als Vorbild für die großen, kraftvollen Rechtsaußen-Angreiferinnen, die folgten, bis hin zu Paola Egonu.