Kim Yeon-koung
Wilfredo Leon
Zahl für Zahl
Die Balken sind auf den Führenden dieser Liste skaliert.
Das Urteil
Kim Yeon-koung führt in 2 von 4 Kategorien. Unser Allzeit-Ranking führt Kim Yeon-koung auf Platz 8 und Wilfredo Leon auf Platz 10.
Das Plädoyer für Kim Yeon-koung
Die größte Spielerin, die ihr Land hervorgebracht hat, und eine der besten Außenangreiferinnen ihrer Generation, bemerkenswert dafür, den Gipfel individueller Ehrungen ohne ein Powerhouse-Nationalteam im Rücken erreicht zu haben. Bei den Olympischen Spielen 2012 in London war sie die beste Punktesammlerin des Turniers und wurde zur wertvollsten Spielerin gewählt, obwohl Südkorea nur den vierten Platz belegte - eine seltene Würdigung individueller Brillanz. Als komplette Außenangreiferin mit Punkten in allen sechs Rotationen, terminaler Angriffskraft, verlässlicher Annahme und Führungsstärke glänzte sie in den stärksten Vereinsligen Japans, der Türkei und Chinas und gewann 2012 mit Fenerbahce die CEV Champions League und deren MVP-Titel. Sie führte Korea auch bei Tokio 2020 wieder ins Halbfinale und trug regelmäßig einen enormen Anteil der Offensive ihres Teams. Gemessen an reiner Klasse und anhaltender Exzellenz statt an Medaillenanzahl gehört Kim zu den besten Außenangreiferinnen, die das Damenspiel kennt, und ihre Punkteleistungen ziehen sich durch zwei Jahrzehnte Spitzenvolleyball.
Das Plädoyer für Wilfredo Leon
Ein Ausnahmetalent und einer der körperlich begabtesten Angreifer, die je gespielt haben - Leon wurde mit nur 14 Jahren der jüngste Mann, der für Kuba bei einer Senioren-Weltmeisterschaft antrat. Nachdem er das kubanische Programm verlassen hatte, nahm er die polnische Staatsbürgerschaft an und schloss sich einem der stärksten Nationalteams der Welt an. Sein Markenzeichen ist ein kolossaler Sprungaufschlag, einer der härtesten je gemessenen mit weit über 130 Kilometern pro Stunde, der eine Annahme im Alleingang zerlegen kann, gepaart mit explosivem Außenangriff. Auf Vereinsebene gewann er 2015, 2016 und 2017 aufeinanderfolgende CEV-Champions-League-Titel mit Russlands Zenit Kazan und dominierte damit den stärksten Vereinswettbewerb der Welt. Internationales Gold mit Polen blieb ihm bei harter Konkurrenz bisher verwehrt, doch aufgrund seiner rohen Fähigkeit, seiner Aufschlagkraft und seiner spektakulären Athletik gehört Leon zu den gefährlichsten Spielern der Moderne, ein fester Bestandteil jeder Diskussion um die besten aktuellen Außenangreifer. In der Saison 2024-25 blieb er eine führende Kraft.