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🤸Vitali Scherbo vs Swetlana Chorkina

Direktvergleich · Kunstturnen

#6

Vitali Scherbo

Belarus · 1990–1996

VS
Swetlana Chorkina
#10

Swetlana Chorkina

Russland · 1994–2004

Zahl für Zahl

6 Olympische Goldmedaillen 2
10 Olympische Medaillen 7
12 WM-Titel 9
23 WM-Medaillen 20
2 Mehrkampftitel (Olympia + WM) 3

Die Balken sind auf den Führenden dieser Liste skaliert.

Das Urteil

Vitali Scherbo führt in 4 von 5 Kategorien. Unser Allzeit-Ranking führt Vitali Scherbo auf Platz 6 und Swetlana Chorkina auf Platz 10.

Das Plädoyer für Vitali Scherbo

In acht Tagen in Barcelona 1992 gewann er sechs olympische Goldmedaillen – Mannschaft, Mehrkampf, Pauschenpferd, Ringe, Sprung und Barren –, die meisten, die je ein:e Turner:in bei einen einzigen Spielen gewonnen hat, und eine Ausbeute, die kein Athlet einer anderen Sportart bei Sommerspielen seit Mark Spitz erreicht hatte. Für das Vereinte Team antretend, während sich die Sowjetunion um ihn herum auflöste, war er dem Feld so weit voraus, dass er vier Gerätefinals an einem einzigen Tag gewann. Er holte 1993 in Birmingham den WM-Mehrkampftitel und beendete seine Karriere mit rekordverdächtigen 12 WM-Goldmedaillen unter 23 WM-Medaillen insgesamt. Atlanta 1996 kam nach einem Autounfall, bei dem seine Frau schwer verletzt wurde und der sein Training entgleisen ließ; er kehrte dennoch zurück und gewann vier Bronzemedaillen, womit seine olympische Gesamtzahl auf 10 stieg. Sein Höhepunkt war kurz, und seine Beständigkeit erreichte nie die Uchimuras, doch kein männlicher Turner hat je so viel Dominanz in so wenig Zeit verdichtet.

Das Plädoyer für Swetlana Chorkina

Die erfolgreichste Stufenbarren-Turnerin der Geschichte und die letzte große Stilistin der 10,0-Ära. Chorkina gewann drei WM-Mehrkampftitel – 1997, 2001 und 2003 – bis Biles ein Rekord für Frauen, und holte 20 WM-Medaillen inklusive neun Gold. Ihre beiden olympischen Titel kamen beide am Stufenbarren, 1996 in Atlanta und 2000 in Sydney, und sie beendete ihre Karriere mit sieben olympischen Medaillen. Mit 1,65 Metern war sie deutlich größer als das übliche Turnerinnenprofil, was sie an Sprung und Balken benachteiligte, ihrer Stufenbarrenarbeit aber eine Amplitude verlieh, die niemand nachahmen konnte; mehrere Elemente im Code de Pointage tragen ihren Namen. Ihre Karriere spiegelte auch die Kontroversen der Ära wider, vom falsch eingestellten Sprungpferd, das das olympische Mehrkampffinale 2000 ruinierte, bis zu ihrer offenen und oft bitteren öffentlichen Kritik an der Wertung, die ihr den einen Titel verwehrte, den sie am meisten wollte.

Weitere Duelle

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