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🤸Věra Čáslavská vs Swetlana Chorkina

Direktvergleich · Kunstturnen

Věra Čáslavská
#4

Věra Čáslavská

Tschechoslowakei · 1958–1968

VS
Swetlana Chorkina
#10

Swetlana Chorkina

Russland · 1994–2004

Zahl für Zahl

7 Olympische Goldmedaillen 2
11 Olympische Medaillen 7
4+ WM-Titel 9
4 Mehrkampftitel (Olympia + WM) 3

Die Balken sind auf den Führenden dieser Liste skaliert.

Das Urteil

Věra Čáslavská führt in 3 von 4 Kategorien. Unser Allzeit-Ranking führt Věra Čáslavská auf Platz 4 und Swetlana Chorkina auf Platz 10.

Das Plädoyer für Věra Čáslavská

Die einzige Frau, die vor Simone Biles den olympischen Mehrkampftitel in der modernen Ära zweimal gewann, 1964 in Tokio und erneut 1968 in Mexiko-Stadt, und die einzige Turnerin, die zu ihrer Zeit an jedem Gerät olympisches Einzelgold gewann. Sie beendete ihre Karriere mit 11 olympischen Medaillen – sieben Gold und vier Silber – und WM-Mehrkampftiteln 1962 und 1966, wodurch sie ein sowjetisches Monopol nahezu im Alleingang durchbrach. Ihr Auftritt 1968 ist der außergewöhnlichste der Sportgeschichte: Sie hatte das Manifest der Zweitausend Worte unterzeichnet, floh nach dem Einmarsch der Warschauer-Pakt-Truppen in die Tschechoslowakei in die mährischen Berge und trainierte, indem sie an Ästen schwang und auf einer Wiese Bodenübungen turnte, kam dann nach Mexiko-Stadt und gewann vier Goldmedaillen. Bei der Siegerehrung für den geteilten Balken- und Bodentitel senkte und wandte sie den Kopf während der sowjetischen Hymne ab – ein Protest, der sie noch Jahre danach das Recht kostete, zu reisen und anzutreten.

Das Plädoyer für Swetlana Chorkina

Die erfolgreichste Stufenbarren-Turnerin der Geschichte und die letzte große Stilistin der 10,0-Ära. Chorkina gewann drei WM-Mehrkampftitel – 1997, 2001 und 2003 – bis Biles ein Rekord für Frauen, und holte 20 WM-Medaillen inklusive neun Gold. Ihre beiden olympischen Titel kamen beide am Stufenbarren, 1996 in Atlanta und 2000 in Sydney, und sie beendete ihre Karriere mit sieben olympischen Medaillen. Mit 1,65 Metern war sie deutlich größer als das übliche Turnerinnenprofil, was sie an Sprung und Balken benachteiligte, ihrer Stufenbarrenarbeit aber eine Amplitude verlieh, die niemand nachahmen konnte; mehrere Elemente im Code de Pointage tragen ihren Namen. Ihre Karriere spiegelte auch die Kontroversen der Ära wider, vom falsch eingestellten Sprungpferd, das das olympische Mehrkampffinale 2000 ruinierte, bis zu ihrer offenen und oft bitteren öffentlichen Kritik an der Wertung, die ihr den einen Titel verwehrte, den sie am meisten wollte.

Weitere Duelle

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