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🤸Věra Čáslavská vs Boris Schachlin

Direktvergleich · Kunstturnen

Věra Čáslavská
#4

Věra Čáslavská

Tschechoslowakei · 1958–1968

VS
Boris Schachlin
#9

Boris Schachlin

Sowjetunion · 1954–1966

Zahl für Zahl

7 Olympische Goldmedaillen 7
11 Olympische Medaillen 13
4 Mehrkampftitel (Olympia + WM) 2

Die Balken sind auf den Führenden dieser Liste skaliert.

Das Urteil

Völliger Gleichstand in den gemessenen Kategorien. Unser Allzeit-Ranking führt Věra Čáslavská auf Platz 4 und Boris Schachlin auf Platz 9.

Das Plädoyer für Věra Čáslavská

Die einzige Frau, die vor Simone Biles den olympischen Mehrkampftitel in der modernen Ära zweimal gewann, 1964 in Tokio und erneut 1968 in Mexiko-Stadt, und die einzige Turnerin, die zu ihrer Zeit an jedem Gerät olympisches Einzelgold gewann. Sie beendete ihre Karriere mit 11 olympischen Medaillen – sieben Gold und vier Silber – und WM-Mehrkampftiteln 1962 und 1966, wodurch sie ein sowjetisches Monopol nahezu im Alleingang durchbrach. Ihr Auftritt 1968 ist der außergewöhnlichste der Sportgeschichte: Sie hatte das Manifest der Zweitausend Worte unterzeichnet, floh nach dem Einmarsch der Warschauer-Pakt-Truppen in die Tschechoslowakei in die mährischen Berge und trainierte, indem sie an Ästen schwang und auf einer Wiese Bodenübungen turnte, kam dann nach Mexiko-Stadt und gewann vier Goldmedaillen. Bei der Siegerehrung für den geteilten Balken- und Bodentitel senkte und wandte sie den Kopf während der sowjetischen Hymne ab – ein Protest, der sie noch Jahre danach das Recht kostete, zu reisen und anzutreten.

Das Plädoyer für Boris Schachlin

Bekannt als der Eiserne Mann für eine Wettkampfruhe, die nie sichtbar brach, gewann Schachlin über 1956, 1960 und 1964 hinweg 13 olympische Medaillen – sieben Gold, vier Silber und zwei Bronze –, die zweithöchste Summe jedes männlichen Turners. Rom 1960 war sein prägender Auftritt: Er gewann Mehrkampf, Pauschenpferd, Sprung und Barren, vier Goldmedaillen bei einen einzigen Spielen, und komplettierte 1958 in Moskau mit dem WM-Mehrkampftitel das Set. Er sammelte außerdem zehn WM-Medaillen in einer Ära, in der das sowjetische Männerteam so tief besetzt war, dass die interne Auswahl härter war als der Wettbewerb selbst. Schachlins Spezialität waren die nervenbelastenden Geräte statt der kraftbetonten – vor allem das Pauschenpferd, an dem er 1960 und erneut 1964 im Alter von 32 Jahren olympisches Gold gewann. Sein Duell mit der aufstrebenden japanischen Generation prägte das Männerturnen der späten 1950er und frühen 1960er Jahre.

Weitere Duelle

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