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🤸Sawao Kato vs Boris Schachlin

Direktvergleich · Kunstturnen

Sawao Kato
#8

Sawao Kato

Japan · 1966–1976

VS
Boris Schachlin
#9

Boris Schachlin

Sowjetunion · 1954–1966

Zahl für Zahl

8 Olympische Goldmedaillen 7
12 Olympische Medaillen 13
2 Mehrkampftitel (Olympia + WM) 2

Die Balken sind auf den Führenden dieser Liste skaliert.

Das Urteil

Völliger Gleichstand in den gemessenen Kategorien. Unser Allzeit-Ranking führt Sawao Kato auf Platz 8 und Boris Schachlin auf Platz 9.

Das Plädoyer für Sawao Kato

Kein männlicher Turner hat mehr olympische Goldmedaillen gewonnen. Kato holte über Mexiko-Stadt 1968, München 1972 und Montreal 1976 acht Goldmedaillen und 12 Medaillen insgesamt, und er ist einer von nur zwei Männern, die den olympischen Mehrkampftitel in der modernen Ära zweimal gewannen, 1968 und 1972. Er war die zentrale Figur der beständigsten Dynastie, die die Männersparte je hervorgebracht hat: Japan gewann von 1960 bis 1976 fünf aufeinanderfolgende olympische Mannschaftstitel, und Kato war bei den letzten drei dabei. Seine Stärke war der Barren, an dem er 1972 und 1976 Gold gewann, doch sein Ruf beruhte auf einer technischen Reinheit, die die japanische Trainingsschule seither verfolgt hat – der Vorrang von Linie, Amplitude und stehenden Landungen, den Kōhei Uchimura zwei Generationen später erben sollte. Er bestritt die Spiele 1972 mit einer Schulterverletzung, die die meisten Karrieren beendet hätte, und gewann dennoch drei Goldmedaillen.

Das Plädoyer für Boris Schachlin

Bekannt als der Eiserne Mann für eine Wettkampfruhe, die nie sichtbar brach, gewann Schachlin über 1956, 1960 und 1964 hinweg 13 olympische Medaillen – sieben Gold, vier Silber und zwei Bronze –, die zweithöchste Summe jedes männlichen Turners. Rom 1960 war sein prägender Auftritt: Er gewann Mehrkampf, Pauschenpferd, Sprung und Barren, vier Goldmedaillen bei einen einzigen Spielen, und komplettierte 1958 in Moskau mit dem WM-Mehrkampftitel das Set. Er sammelte außerdem zehn WM-Medaillen in einer Ära, in der das sowjetische Männerteam so tief besetzt war, dass die interne Auswahl härter war als der Wettbewerb selbst. Schachlins Spezialität waren die nervenbelastenden Geräte statt der kraftbetonten – vor allem das Pauschenpferd, an dem er 1960 und erneut 1964 im Alter von 32 Jahren olympisches Gold gewann. Sein Duell mit der aufstrebenden japanischen Generation prägte das Männerturnen der späten 1950er und frühen 1960er Jahre.

Weitere Duelle

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