Sonja Henie
Tessa Virtue & Scott Moir
Zahl für Zahl
Die Balken sind auf den Führenden dieser Liste skaliert.
Das Urteil
Sonja Henie führt in 2 von 4 Kategorien. Unser Allzeit-Ranking führt Sonja Henie auf Platz 2 und Tessa Virtue & Scott Moir auf Platz 10.
Das Plädoyer für Sonja Henie
Die dominanteste Wettkämpferin, die die Sportart hervorgebracht hat, und die Frau, die ihre kommerzielle Zukunft erfand. Henie gewann von 1927 bis 1936 zehn WM-Titel in Folge, sechs Europameistertitel und olympisches Gold in St. Moritz 1928, Lake Placid 1932 und Garmisch-Partenkirchen 1936 — insgesamt drei, was nur Gillis Grafström und Irina Rodnina gleichkommt. Bei ihren ersten Olympischen Spielen 1924 war sie im Alter von elf Jahren Letzte geworden. Ihr Einfluss reichte weit über die Ergebnisse hinaus: Sie hob den Laufrock bis zur Wadenmitte, trug weiße statt schwarze Schlittschuhe und brachte Ballettausbildung und vollständige Choreografie in eine Disziplin, die eine reine Figurenzeichenübung gewesen war, und veränderte damit binnen eines Jahrzehnts das Bild des Damenlaufens. Nach Garmisch wurde sie Profi, unterschrieb bei 20th Century Fox und wurde eine der bestbezahlten Filmschauspielerinnen Hollywoods, während ihre Eisrevue-Tourneen die Vorlage für jede spätere Eisshow schufen. Niemand hat zehn WM-Titel in Folge im Einzel erreicht, und niemand hat die Sportart in dieser Größenordnung zum Mainstream-Ruhm geformt.
Das Plädoyer für Tessa Virtue & Scott Moir
Die erfolgreichsten Eiskunstläufer der olympischen Geschichte, mit fünf Medaillen über drei Spiele. Die Kanadier gewannen Eistanz-Gold in Vancouver 2010, als erstes nordamerikanisches Paar überhaupt mit diesem Titel und die jüngsten Champions, die die Disziplin je hervorgebracht hatte, dann Silber im Tanz und Silber im Teamwettbewerb in Sotschi 2014, dann Gold in beidem in Pyeongchang 2018. Dazu kamen drei WM-Titel 2010, 2012 und 2017, drei Four-Continents-Titel und acht kanadische Meistertitel, nachdem sie seit dem Alter von sieben und neun Jahren zusammen liefen. Ihr Kürtanz zu Musik aus Moulin Rouge in Pyeongchang stellte einen Weltrekord auf und krönte eine Karriere, die von der tiefsten Partnerschaft geprägt war, die die Sportart je gesehen hat, mit Kanten, Atmung und Körperwinkeln so präzise aufeinander abgestimmt, dass Synchronität faktisch zu einer eigenen Kategorie wurde. Sie überstanden zudem eine Neuerfindung mitten in der Karriere, verlegten ihre Trainingsbasis nach Montreal und kehrten nach einer zweijährigen Wettkampfpause zurück, um wieder alles zu gewinnen.