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⛸️Irina Rodnina vs Ulrich Salchow

Direktvergleich · Eiskunstlauf

Irina Rodnina
#3

Irina Rodnina

Sowjetunion · 1969-1980

VS
Ulrich Salchow
#4

Ulrich Salchow

Schweden · 1897-1913

Zahl für Zahl

3 Olympiasiege 1
3 Olympische Medaillen 1
10 in Folge WM-Titel 10
11 (Europa) Kontinentaltitel 9 (Europa)

Die Balken sind auf den Führenden dieser Liste skaliert.

Das Urteil

Irina Rodnina führt in 3 von 4 Kategorien. Unser Allzeit-Ranking führt Irina Rodnina auf Platz 3 und Ulrich Salchow auf Platz 4.

Das Plädoyer für Irina Rodnina

Zwölf Jahre unbesiegt, und die einzige Paarläuferin mit drei olympischen Goldmedaillen. Rodnina gewann 1972 in Sapporo mit Alexei Ulanow, baute nach dessen Wechsel zu einer anderen Partnerin von Grund auf neu mit Alexander Saizew auf und gewann erneut in Innsbruck 1976 und Lake Placid 1980. Dazwischen holte sie von 1969 bis 1978 zehn WM-Titel in Folge und elf Europameistertitel und verlor über die gesamte Karriere keinen einzigen Wettbewerb, den sie bestritt. Zunächst vom kompromisslosen Stanislaw Schuk und dann von Tatjana Tarasowa trainiert, lief sie einen Stil aus Geschwindigkeit, absoluter Synchronität und angreifendem Tempo, der sowjetischen Paarlauf vier Jahrzehnte lang zum Maßstab machte. Die berühmteste Darbietung war die Weltmeisterschaft 1973 in Bratislava, wo die Musik nach rund neunzig Sekunden der Kür ausfiel; Rodnina und Saizew liefen das gesamte Programm in Stille zu Ende und gewannen trotzdem. Eine Meisterpartnerschaft aufzulösen und mit einer neuen zwei weitere olympische Titel zu gewinnen, hat sonst niemand auf dieser Liste versucht.

Das Plädoyer für Ulrich Salchow

Der erste große Champion des organisierten Eiskunstlaufs, und der einzige Läufer, dessen Name täglich tausendfach in jeder Eishalle der Welt ausgesprochen wird. Salchow gewann zwischen 1901 und 1911 zehn WM-Titel, bis heute der Rekord bei den Herren, und neun Europameistertitel zwischen 1898 und 1913. Er holte den olympischen Titel bei den Spielen von London 1908, wo Eiskunstlauf zur ersten Wintersportart bei Olympischen Spielen überhaupt wurde. 1909 zeigte er den Kantensprung, der seinen Namen trägt, ein Absprung von der inneren Rückwärtskante ohne Zackenhilfe, der bis heute zu den sechs Sprüngen des modernen Repertoires gehört und für die meisten Läufer der Einstiegspunkt zum ersten Dreifach- und ersten Vierfachsprung ist. Er war zudem ein bedeutender Funktionär, ISU-Präsident von 1925 bis 1937, und prägte die Regeln der Sportart, die er gerade beherrscht hatte. Wie auch immer man die Epoche gewichtet, kein Mann hat mehr Weltmeisterschaften gewonnen.

Weitere Duelle

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