Portugiesische Küche, zuerst 1990
Beim Abendbrot liegt Portugiesische Küche neben Brot und Gurke, nicht in der Mitte eines Festessens. Die Notiz, der man traut, ist die von 1990: «Nata-Export», gemessen mit 36. Diese Zahl ist Salz oder Zeit in dieser Küche, nicht die Portion aus dem Fernsehen. In der Markthalle fragt man zuerst den Namen. Sterne bleiben draußen. Ein weiterer Olivenöltisch mit einem anderen Grill.
Bacalhau, Olivenöl und eine Gebäckuhr: gegrillte Sardinen, Vinho und die atlantische Speisekammer. Die portugiesische Küche (Cozinha portuguesa) entstand aus Bacalhau/Wein/Essig und Brot/Reis/Kartoffel. Bacalhau ist die Postkarte, nicht die ganze Karte. Die portugiesische Küche steht in diesem Atlas auf Platz 36 der Gewürze. Bacalhau und Pastel de Nata zeigen die Bandbreite besser als eine einzelne Hitzezahl.
Was sollte eine erste Mahlzeit beinhalten? Bacalhau plus ein regionales Gericht – nicht nur das Export-Symbol. Lissabon, Porto und Coimbra kochen nicht das gleiche Abendessen. Regionale Eigensinnigkeit ist der Küche keine Fußnote. Die heimische Speisekammer rund um Bacalhau und die Arbeit hinter Pastel de Nata passen selten in eine Mitnahmebox.
Sind Restaurantversionen „authentisch“? Restaurant Portugiesische Küche ist ein Register. Andere sind Heimtöpfe und Marktstände. Authentizität ist ein Marketingwort; Technik ist es nicht. Cozinha portuguesa ist der lokale Name, der in diesem Atlas neben der portugiesischen Küche verwendet wird.
Ohne 36 lässt «Nata-Export» von 1990 sich für Portugiesische Küche nicht wiederholen.1990
Zahlen, die bleiben
- Jahr der Notiz
- 1990
- Menge
- 36
- Gericht
- Portugiesische Küche
- Zeile der Küche
- Nata-Export
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