Philippinische Küche, zuerst 1898
Beim Abendbrot liegt Philippinische Küche neben Brot und Gurke, nicht in der Mitte eines Festessens. Die Notiz, der man traut, ist die von 1898: «Amerikanische Süße», gemessen mit 1946. Diese Zahl ist Salz oder Zeit in dieser Küche, nicht die Portion aus dem Fernsehen. In der Markthalle fragt man zuerst den Namen. Sterne bleiben draußen. Bagoong (Fisch- oder Garnelenpaste) und Kokosessig sind die Gläser. Soja stieg in den chinesischen Handel ein. Kondensmilch ist eine Süße aus der amerikanischen Ära, die Halo-Halo nie wieder hergab.
Adobo plus eine regionale Platte – nicht nur das Export-Symbol. Essig-Knoblauch-Eintopf, viele Fleischsorten. Eine Fiesta ist Lechon und ein Tisch, der nicht leer wird. Ein Dienstag besteht aus Reis, einer sauren Suppe und übrig gebliebenem Adobo, der am zweiten Tag besser schmeckt.
Die heimische Speisekammer rund um Adobo und die Arbeit hinter Sinigang passen selten in eine Take-Away-Box. Sind Restaurantversionen „authentisch“? Das Restaurant mit philippinischer Küche ist ein Register. Andere sind Heimtöpfe und Marktstände. Authentizität ist ein Marketingwort; Technik ist es nicht.
Lutuing Filipino ist der lokale Name, der in diesem Atlas neben der philippinischen Küche verwendet wird. Die philippinische Küche schmeckt zunächst sauer und Knoblauch: Adobo, Sinigang, Kinilaw. Chili gibt es (Bicol, Mindanao), aber der nationale Bass ist Suka und Tamarinde, nicht Nam Prik.
Ohne 1946 lässt «Amerikanische Süße» von 1898 sich für Philippinische Küche nicht wiederholen.1898
Zahlen, die bleiben
- Jahr der Notiz
- 1898
- Menge
- 1946
- Gericht
- Philippinische Küche
- Zeile der Küche
- Amerikanische Süße