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Zeitungsband

1872: Mary Celeste

In der Stadtbibliothek holt man den Band nach Jahr, und die Fachkraft öffnet das Register vor der Meinungsüberschrift. Mary Celeste steht 1872 unter «Letzter Schiefereintrag», Zahl 25 auf dieser Seite. Der Zettel nimmt den späteren Filmtitel nicht an. Das Seminar behält diese drei Stücke. Die Schiffszeit beginnt 1861. Die Rätselzeit sind sechs Wochen 1872.

Im Dezember 1872 fand man die Brigantine Mary Celeste unter Segel nahe den Azoren, Ladung unversehrt, niemand an Bord; Gibraltar klärte nie, warum zehn Menschen das Schiff verlassen hatten. Die Mary Celeste, eine in Kanada gebaute Brigantine unter amerikanischer Flagge, verließ New York am 7. November 1872 nach Genua mit 1.701 Fässern denaturierten Alkohols. Ihr Kapitän war Benjamin Spooner Briggs. Mit ihm fuhren seine Frau Sarah Elizabeth Briggs, die zweijährige Tochter Sophia Matilda und eine Besatzung von sieben Mann. Der letzte Eintrag auf der Loggenschiefertafel datierte vom 25. November, als das Schiff nahe der Insel Santa Maria auf den Azoren lag.

Am 4. Dezember 1872 — nach manchen Deckuhrzeiten der 5. Dezember — sichtete die britische Brigantine Dei Gratia unter Kapitän David Morehouse ein Schiff unter Teilbesegelung mehrere hundert Meilen östlich der Azoren. Erster Offizier Oliver Deveau ging an Bord und fand die Mary Celeste verlassen: niemand an Deck oder darunter, die Jolle oder das Beiboot fehlte, persönliche Dinge und der Großteil der Ladung waren noch da, und der Rumpf war noch seetüchtig genug, um nach Gibraltar gesegelt zu werden. Die Männer der Dei Gratia brachten sie als Bergungsgut ein.

Eine Vice-Admiralty-Bergungsverhandlung eröffnete in Gibraltar unter Attorney-General Frederick Solly-Flood. Das Gericht zahlte eine Bergungsprämie, fand aber keine Ursache für das Verlassen. Theorien — Alkoholdampf, eine Seiche oder Wasserhose, die Furcht vor einer Explosion, ein fehlendes Boot in aufgehender See — bleiben unbewiesen. Arthur Conan Doyles Fiktion „J. Habakuk Jephson’s Statement“ von 1884 nannte das Schiff Marie Celeste und lehrte Leser eine Geistergeschichte, die die Bergungsakte nicht trägt.

Ohne «Letzter Schiefereintrag» und ohne 25 geht der Zettel zu Mary Celeste im Jahr 1872 zurück.1872

Zahlen, die bleiben

Jahr des Bandes
1872
Festgehaltene Zahl
25
Fall
Mary Celeste
Öffentliche Zeile
Letzter Schiefereintrag

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